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Das erste Semester

Wer neu an der Uni ist, kann schnell den Überblick verlieren. Es gibt so vieles worum man sich kümmern muss. Das Unigelände kennen lernen, Kontakte knüpfen, den Stundenplan gestalten, um nur drei der Dinge zu nennen, die auf den Uni- Neuling zukommen.

Natürlich müssen sich viele der Studenten nach der fest geplanten Schulzeit erst einmal an die Freiheit gewöhnen, die man mit dem Studium erlangt. So ziehen viele Studenten von zu Hause aus, was von einem Tag auf den anderen bedeutet: nun bin ich der Herr im Haus, stelle meine Füße nicht mehr unter Mamas und Papas Tisch, kann tun und lassen, was ich will und... muss den Haushalt schmeißen. Manchen fällt das leicht, andere können sich erst aufraffen, das dreckige Geschirr abzuwaschen oder endlich mal die Wäsche zu waschen, wenn es streng riecht und man, um zum Schreibtisch zu gelangen, über Wäscheberge springen muss. Vor dem Studium hieß es oft: „Ach bin ich froh, wenn ich nicht mehr zu Hause wohne!“ Jetzt heißt es bei vielen: "Ich freu mich schon auf die nächsten Semesterferien, wenn ich endlich wieder Mamas Kochkünste genießen kann." Um ein bisschen Licht in den alltäglichen Haushaltswahnsinn zu bringen: lasst den Geschirrberg nicht allzu groß werden, kauft Plastikbesteck oder esst gleich in der Mensa!
Der erste Mensaeindruck ist jedoch meist nicht der beste. So wird das Mittagessen schnell zur Tortur. Entscheiden, was man essen möchte... suchen, wo man sich anstellen muss... mit Erschrecken feststellen, dass man das Ende der Schlange nicht finden kann, weil die so lang ist... 20 Minuten anstehen... mit dem vollen Tablett durch Menschenmassen zur Kasse... an der falschen Kasse anstehen (man hat ja noch keine Mensakarte)... sich mit dem vollen Tablett den Weg zu einer Bargeldkasse bahnen... endlich bezahlen... einen freien Essplatz suchen... nach 5 Minuten fündig werden... endlich bei fast unerträglich lautem Lärmpegel essen... aufstehen und sich fragen, wo nun das Tablett hin soll... einen Studenten fragen und als unerfahrener Ersti abgestempelt werden... die Tablettrückgabe suchen... auch dort 10 Minuten anstehen.

Lasst euch jedoch nicht von diesem ersten, schrecklichen Mensaerlebnis abschrecken. Wenn man erst mal weiß, was auf einen zukommt, wo man hin muss, zu welchen Zeiten man die Mensa eher meiden sollte und wenn man nette Leute gefunden hat, mit denen man in die Mensa gehen kann, wird es von Mal zu Mal besser.

Überhaupt, wird alles leichter, wenn man erste Kontakte geknüpft hat. Dies kann man auch schon vor dem Studienbeginn online z.B. bei studivz tun, indem man eine Gruppe sucht oder gründet die z.B. "Psychos Bremen WS 07/08" heißt.

Eins ist bei Beginn des Studiums am wichtigsten: Ruhe bewahren! Niemand will euch etwas Böses, es gibt für alle Fragen Leute die sie euch beantworten können und nach der ersten Woche wird langsam alles zur Routine. Viele Unis haben außerdem eine Einführungswoche. Dort könnt ihr z.B. an einer Führung über das Unigelände teilnehmen und so den ersten Punkt auf der Liste abhaken. Vielleicht lernt ihr dort auch schon nette Leute kennen.

Checkliste

Hier noch eine kleine Checkliste für die ersten Tage:
  • Zur Einführungswoche gehen, wenn eine angeboten wird.
  • Broschüre mit Tipps für Erstsemester besorgen (i.d.R. beim AStA der Hochschule erhältlich.)
  • Führung über das Unigelände mitmachen (Sinnvoll!)
  • Hast du dein Semesterticket? (Wird meist vor Studienbeginn per Post zugeschickt.)
  • Besorg dir eine Mensakarte. (Bekommt man meist direkt in der Mensa. Einfach mal nachfragen! Mit dieser Karte kann man sein Essen schnell und bargeldlos bezahlen. An vielen Unis kann man damit auch kopieren und drucken.)
  • Bibliotheksausweis. (Den bekommst du direkt in der Bibliothek.)
  • Bibliotheksführung. (Sinnvoll!)
  • Bafög beantragen?
  • Möchtest du Sport an der Uni treiben? (Heft über Hochschulsport i.d.R. beim AStA der Hochschule erhältlich.)
  • Stundenplan zusammenstellen. (Einfach ins Vorlesungsverzeichnis (meist auf der Homepage der Uni) gucken.)
  • Prüfungsordnung besorgen, um das Studium schon im ersten Semester grob zu planen.
  • Mach dir bewusst, dass die Uni anders als die Schule ist. (An der Uni hat man oft keine Anwesenheitspflicht und muss aus eigener Initiative heraus lernen. Am besten immer kontinuierlich am Ball bleiben!)
  • Ruhe bewahren!
  • Die neue Eindrücke genießen!
Auf diesem Wege... bleibt neugierig, offen und freut euch auf das erste Semester!

(/cf)




 
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