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Wissenschaftliche Hausarbeiten schreiben - aber richtig!

- Einleitung
- die Zeitplanung
- die Recherche
- die Auswahl
- die Vorarbeit
- das Schreiben
- Richtiges Zitieren
- Abschnitte einer Hausarbeit
- alles formatieren
- die Korrektur

Einleitung

Eine Hausarbeit zu schreiben ist eine Menge Arbeit. Viele Ideen und Vorstellungen muss man unterbringen, es gilt zu recherchieren, zu gliedern und zu schreiben. Viel Zeit ist selten da. Mit welchem Schritt soll man beginnen, was gilt es zu beachten? Eine gute Note soll es schließlich schon werden. Warum ist eine ordentliche Vorbereitung schon die halbe Miete und warum schreibt man die Einleitung am besten ganz zuletzt? Hier erfahrt ihr alles was ihr
beachten solltet, wenn ihr eine Hausarbeit schreibt.

Die Zeitplanung

Eine gute Arbeit braucht Zeit. Nicht nur zum Schreiben, sondern auch für Recherche, Gliederung und Korrektur. Schon allein die Suche nach der geeigneten Literatur braucht meist einige Tage, manchmal auch etwas mehr Vorlaufzeit. Die Gliederung und das Sortieren der ausgewählten Quellen kann meist an einem Tag erledigt werden, hat man sich zuvor schon Gedanken hierzu gemacht.
Das Bearbeiten der Quelltexte kann dagegen einige Tage in Anspruch nehmen, je nach Umfang der Literatur. Am meisten Zeit benötigt natürlich das Schreiben des freien Textes, gegliedert nach Haupteilen, Nebenteilen und einzelnen Kapiteln. Hier können schon mal mehrere Wochen ins Land ziehen. Die Nachbereitung, d.h. das Ordnen, Formatieren, Layouten und Korrigieren sollte etwa eine Woche in Anspruch nehmen, denn nur durch den nötigen Abstand zum eigenen Werk bemerkt man eventuelle Fehler noch rechtzeitig. So sollte also die Zeitplanung wohlüberlegt und recht großzügig sein, um ein optimales Arbeiten zu ermöglichen und ein gutes Resultat zu erzielen.

Die Recherche

Am Anfang jeder Hausarbeit sollte eine ausführliche Recherche stehen. Kann man das Thema der Arbeit selbst auswählen, wie beispielsweise in Wahlfächern oder kleineren Seminaren, so hat man meist schon eine Ahnung, welche Literatur man verwenden möchte. Wird der Titel jedoch vom Dozenten vorgegeben, so bedeutet das meist, dass man ganz am Anfang beginnen muss. Hilfreich ist es da, eine grobe Gliederung der Arbeit in Form von kurzen Überschriften schon vorab zu skizzieren. So schafft man sich einen Leitfaden, an dem man sich entlang hangeln kann.
Noch bevor man sich dann auf die Bücher und Fachzeitschriften stürzt, ist es ratsam, schon einmal im Internet zu googeln und quer zu lesen. Über verschiedene Links gelangt man oft zu nützlichen Literaturhinweisen, denen man später gezielt nachgehen kann. Zusätzlich bekommt man einen ersten Überblick, wie umfangreich sich das Thema gestalten wird und welche Autoren hier führend sind. Leicht lassen sich so Adressen und Telefonnummern ermitteln, durch die man an Informationsmaterial herankommt, wie etwa Broschüren oder auch statistische Daten.
Weiter am Computer sitzend, lässt sich die jeweilig passende Bibliothek auskundschaften. Die meisten Universitätsbibliotheken sind bereits im Internet vertreten und bieten Listen ihrer Literaturbestände an. So lässt sich auch leicht erfahren, ob Werke der bereits recherchierten Autoren vorhanden sind und ob die ermittelten Zielobjekte auch wirklich gerade in den Regalen stehen. Sofortige Vormerkung kann einem viele Wege und Nachfragen ersparen. Teilweise kann es auch vorkommen, dass einige Bibliotheken untereinander vernetzt sind, so dass verschiedene Bücher erst von einem Standort zum anderen gebracht werden müssen. Die elektronische Anmeldung spart also wirklich viel Zeit.
Nachdem alle Schritte unternommen wurden aus weiterer Entfernung Daten zu beschaffen, geht es nun direkt an den Ort des Geschehens: Die Bibliothek. Einige Themen berühren unterschiedliche Wissengebiete, so dass man die Wege in mehrere Bibliotheken in Kauf nehmen sollte.
Steht man schließlich vor den Regalen, lohnt sich auch hier wieder das "Querlesen", also das Überfliegen der Buchtitel und das stichprobenartige Herausnehmen einzelner Bände. Das Inhaltsverzeichnis kann sehr nützlich sein, um die eigene Gliederung noch einmal zu überdenken, beizubehalten oder leicht zu verändern. Anhand der Kapitelüberschriften erfährt man schon gegebene Schwerpunkte und findet eventuell passende Textpassagen. Während des Überfliegens der jeweiligen Kapitel wird schnell klar, ob es sich hierbei um die gewünschte Literatur handelt.

Die Auswahl

Am Kopierer sollte dann immer darauf geachtet werden, dass nicht zu viel kopiert wird, denn alles was kopiert wird muss ja hinterher auch gelesen werden. Eine gute Vorauswahl erleichtert einem später die Textarbeit und lässt noch Raum für einige Quellen anderer Autoren.
Auch wenn es banal klingen sollte: Zu dunkle Texte lassen sich nur schlecht lesen, also sollte man immer auf die richtige Einstellung von Scanner oder Kopierer achten. Ebenso ist es äußerst ärgerlich, sollte man beim Beenden der Hausarbeit bemerken, dass nicht alle Quellenangaben vollständig sind. Das kann lästige Rennerei oder eine fehlerhafte Darstellung in der Arbeit bedeuten. Bereits beim Kopieren des Textes sollte man sich also Titel, Autor, Auflage, Druckort etc. notieren und die ausgewählten Quellen sorgfältig sortieren. Alle wichtigen Angaben findet man vorne im Buchumschlag oder auf den ersten Seiten.

Die Vorarbeit

Wieder am häuslichen Schreibtisch folgt nun ein erneutes Update der Textgliederung inklusive einiger Gedanken über die Struktur des weiteren Vorgehens: Steht jedes Kapitel der Arbeit weitestgehend für sich, so kann theoretisch jeder Block für sich angegangen werden. Empfehlenswerter ist hingegen das chronologische Erstellen der Texte, da Verweise auf vorhergegangene Textpassagen so leichter eingefügt werden können. Generell sollte der Bezug der Kapitelblöcke zueinander immer gegeben sein, das macht Zusammenhänge klar und erspart dem Leser und einem selbst langatmige Wiederholungen.
Geht man also chronologisch vor, so sollten auch die Literaturquellen in dieser Reihenfolge geordnet und durchgelesen werden. Wie schon bei der Auswahl am Kopierer gilt auch für das direkte Markieren im Text: Weniger ist mehr. Es hat wohl kaum einen Sinn, wenn man alles in allen Farben markiert. Hat man seine Gliederung in Form von Schlagzeilen oder kurzen, aussagekräftigen Überschriften notiert, so fällt es jetzt etwas leichter, sich auf die wichtigsten Textstellen zu beschränken. Kurze Stichworte am Rand der Kopie erleichtern später das Wiederfinden bestimmter Aussagen.

Das Schreiben

Im Folgenden kann nun der eigene Text verfasst werden, wobei die Einleitung bis zum Schluss ausgelassen werden sollte. Schließlich kann es passieren, dass sich während des Schreibens noch Schwerpunkte ändern oder auch ganze Passagen gestrichen werden. Sinnvoller ist es also, die Einleitung als allerletztes zu verfassen, sogar noch nach der Zusammenfassung.
Jeder Teil der Arbeit sollte für sich abgespeichert werden, das schafft den Durchblick beim Arbeiten. Auch Sicherheitskopien sind ratsam, damit bei einem Fehler nicht der ganze Text betroffen ist. Später lassen sich dann alle Teile in einem neuen Ordner nahtlos zusammen führen.
Stilistisch sollte man darauf achten, so genannte Bandwurmsätze (Endlossätze) zu vermeiden; sie verwirren, ebenso wie ständige Einschübe in (Klammern) oder Nebensätzen, den Leser und zwingen ihn unter Umständen, den Satz ständig wieder von Neuem zu lesen und verhindern, dass die Arbeit flüssig, durchdacht und zielorientiert wirkt.
Besser ist der abwechselnde Gebrauch von Satzgefügen und eher kurzen, prägnanteren Sätzen. Ständige Wiederholungen eines Wortes oder ganzer Formulierungen wirken entnervend und geistlos. Egal ob ganzer Satz, einzelnes Verb oder Nomen; kommt eine Passage zu oft vor, wirkt es, als hätte der Textverfasser sich immer wieder selbst kopiert. Eventuell hilft es, wenn man sich verschiedene Wendungen oder Synonyme auf ein Blatt notiert und dann bei Zeiten einfügt. Raffiniert wirken auch Simikolon um Satzteile zu trennen und unterschiedliche Bezugswörter an den Satzanfängen ("somit"; "also"; "des weiteren" etc.).
Umgangssprachliche Wendungen sollten natürlich vermieden werden, so lange es sich nicht um Zitate handelt, die etwa einen bestimmten Sachverhalt näher erläutern sollen. Dann werden sie aber wie alle Zitate mit Anführungszeichen kenntlich gemacht.

Richtiges Zitieren

Das richtige Zitieren ist besonders wichtig, da in einer wissenschaftlichen Arbeit immer deutlich erkennbar sein muss, welche Aussage von welchem Autor gemacht wurde. Besonders allgemein bekannte Zitate, die plötzlich als eigene Gedankengänge dargestellt werden, werfen ein äußerst schlechtes und unprofessionelles Licht auf den Verfasser der Hausarbeit. Allzu schnell wird ihm dann geistiger Diebstahl vorgeworfen.
Bei längeren Textzitaten kann der eine oder andere Satz allerdings auch ausgelassen werden, soweit man diese Lücke auch kenntlich macht. Anstatt des nicht übertragenen Satzes setzt man dann ein Zeichen ein: Eckige Klammern mit drei Punkten drin [...], die sich im Microsoft Word unter "Einfügen" und "Symbol" finden. Zitate können also indirekt oder direkt formuliert werden. Anführungszeichen markieren ein meist längeres direktes Zitat (Beispiel 1), bei dem der genaue Wortlaut wiedergegeben wird, während ein indirektes Zitat (Beispiel 2) nur kurz einzelne Originalwörter wiedergibt und den restlichen Inhalt mit den eigenen Worten umschreibt. Zu Beachten ist, dass der Autor immer mit dem Zitat genannt werden muss.

Ein Beispiel sei hier gegeben:
Original Dagobert Duck: " Mein Geld ist für mich in seiner Bedeutung unübertroffen. Es wärmt mich in kalten Wintermonaten wie eine übergroße Wärmflasche und kühlt mir den Leib, wenn ich ein erfrischendes Bad darin nehme."

Beispiel 1 Zitat: So schreibt Dagobert Duck in seinem Buch X über die persönliche Bedeutung seines Reichtums: "Mein Geld ist für mich in seiner Bedeutung unübertroffen. Es wärmt mich in kalten Wintermonaten wie eine übergroße Wärmflasche und kühlt mir den Leib, wenn ich ein erfrischendes Bad darin nehme."

Beispiel 2 Zitat: Wie Dagobert Duck in seinem Werk X bereits selbst beschrieb, scheint ihm sein großer Reichtum tatsächlich sehr wichtig zu sein. Es wärme ihn wie eine "übergroße Wärmflasche" und kühle ihn, wenn er darin ein "erfrischendes Bad" nehme.

Werden direktes und indirektes Zitat sparsam und abwechselnd eingesetzt, so ergibt sich für den Leser ein interessanter und leicht lesbarer Text, der durch die Verweise auf andere Autoren umso fundierter wirkt.

Hauptteil vs. Nebenteil- die verschiedenen Abschnitte der Hausarbeit

In einer wissenschaftlichen Hausarbeit muss stets darauf geachtet werden, dass sich der Hauptteil von den Nebenkapiteln unterscheidet.
Die Einleitung sollte einen kurzen Überblick über das Thema und die Vorgehensweise, d.h. die Gliederung der Arbeit geben. Das kann im Freitext oder anhand von hier gestellten Fragen geschehen, die dann im Laufe der Arbeit direkt oder indirekt beantwortet werden. Das Interesse des Lesers soll geweckt werden.

Der nun folgende Hauptteil ist dann das Kernstück der wissenschaftlichen Arbeit. Er soll objektiv, fundiert und logisch aufgebaut werden. Das bedeutet, dass hier keinerlei eigene Meinung zum Thema erscheinen darf. Allgemeine Formulierungen wie "es stellt sich die Frage" oder Verknüpfungen im Konjunktiv ("es wäre also") lassen jedoch Raum, den roten Faden des Textes weiterhin zu führen, ohne dass er zu subjektiv wirkt.
Ziel des Hauptteiles sollte es immer sein, schließlich zu einem Ergebnis zu kommen. Je nach Aufgabenstellung kann das die Widerlegung einer These oder auch die Darstellung einer Persönlichkeit oder eines Werkes sein. Keinesfalls sollte die Arbeit im Sand verlaufen, so dass der Leser den Eindruck erhält, die Kapitel umsonst gelesen zu haben. Das bedeutet, dass jedes Kapitel immer wieder dahin gehend überprüft werden muss, ob es sich auch wirklich in den Gesamtkontext einfügt. Es kann auch vorkommen, dass bereits geschriebene Passagen herausgenommen und ein neues Kapitel eingefügt werden muss. Dies sollte aber auf keinen Fall ständig der Fall sein und ist dann besonders schwierig, wenn vorher dem Dozenten eine Gliederung abgegeben werden musste.

Im Anschluss an den Hauptteil folgt eine Zusammenfassung, in der die prägnanten Ergebnisse und Schlussfolgerungen als Ergebnis noch einmal deutlich herausgehoben werden. Der Leser versteht so den Sinn der zuvor gewählten Vorgehensweise. Möglicherweise fügt man der Schlussfolgerung noch ein Kapitel mit der Überschrift "Kritik" oder "Mein Fazit" hinzu, denn dadurch erhält der Autor die Möglichkeit, seine eigene Meinung stärker darzustellen und die vorher zitierten Autoren eventuell zu kritisieren. Sachlichkeit, logische Folgerungen und eventuelle Textverweise unterstreichen auch hier den wissenschaftlichen Charakter.

Schließlich folgt immer ein Anhang mit allen Quellenangaben in einer ausreichenden Ausführlichkeit. Jetzt rentiert sich die zuvor gemachte Arbeit am Kopierer, bei der jede Kopie mit den wichtigen Daten versehen worden ist. Dazu zählen die Quellenform (Aufsatz, Zeitschrift etc.) in übersichtlicher Gliederung, Titel, Autor, Herausgeber, Verlag, Auflagennummer, Druckort, Druckjahr. Auch die Fußnoten können hier ausgeführt werden, wenn dies nicht schon vorab direkt am unteren Rand der jeweiligen Seite geschehen ist.

Alles formatieren!

Hat man alle Kapitel der Arbeit im Freitext (Einleitung, Hauptteil, Zusammenfassung und Kommentar) bzw. Stichwortsammlung (Glossar, Literaturverzeichnis) abgeschlossen, muss die Hausarbeit noch formatiert werden. Hier gelten die vom betreuenden Dozenten gemachten Angaben. Im Microsoft Word lassen sich alle Teile zusammenfügen, gemeinsam formatieren und durchnummerieren. Das Rechtschreibprogramm ist eine nützliche Hilfe und macht noch einmal auf Flüchtigkeitsfehler aufmerksam. Auch lassen sich die Schriftart, der Zeilenabstand, die Textdarstellung (z.B. als Blocksatz) und die Überschriften bearbeiten. Vorher schon eingefügte Fußnoten am Seitenende sollten stets dahin gehend überprüft werden, ob die jeweilige Fußnote auch wirklich auf der jeweils gleichen Seite auftaucht.
Besonders wichtig sind jetzt noch die Absätze. Schon beim Aufschlagen der Seite sollte der Leser den Eindruck eines übersichtlichen und leicht lesbaren Textes bekommen. Niemand liest gerne einen Text, der zu klein gedruckt und in einem Stück runter geschrieben ist!
Nicht jede Seite sollte also von oben bis unten beschrieben sein, kleine Absätze und jeder Kapitelanfang auf einer neuen Seite entspannen das Lesen.
Das Deckblatt ist schließlich der letzte noch fehlende Teil. Es sollte den Titel der Arbeit, den Namen des Betreuers und des Seminars, sowie den eigenen Namen und das Abgabedatum enthalten. Graphisch kann man so lange feilen, bis dieses oberste Blatt interessant, professionell und individuell aussieht.

Die Korrektur

Zum Schluss sollte dann der entstandene Entwurf ausgedruckt und für einige Tage zur Seite gelegt werden. So gewinnt man genügend Abstand zum eigenen Text und findet vorhandene Fehler in Rechtschreibung oder Aufbau leichter.
Auch ist es ratsam, sich einen Lektor zu suchen, der nicht unbedingt viel Einblick in das Thema hat, also ein Freund oder eine Freundin etwa. Als unbefangene Person kann er, bzw. sie Auskunft darüber geben, ob die Erläuterungen logisch aufgebaut und für den Leser verständlich sind. Eventuell fehlt der eine oder andere erklärende Einschub in den Gedankengängen. Generell sollte aber berücksichtig werden, an welche Zielgruppe/ -person der Text gerichtet ist.
Die gedruckte Version wird am besten mit Bleistift verbessert und kann dann der Computerversion als neue Vorlage dienen. Die so überarbeitete Hausarbeit kann nun fristgerecht abgegeben werden:

Links

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