Aufgrund der aktuellen Änderungen bei den Studiengebühren muß diese Übersicht überarbeitet werden. Die folgenden Angaben sind daher lediglich Anhaltspunkte. Wir werden diesen Artikel in den nächsten Tagen überarbeiten (1.8.2006)
Studieren ohne Gebühren - In Deutschland hielt diese Periode nur ca. 4 Jahrzehnte an. Bis in die 1960ziger Jahre waren Studienbeiträge üblich. 2002 noch gelang es der damaligen Bundesbildungsministerin Bulmahn ein Gebührverbot bis zum ersten berufsqualifizierten Abschluss im Hochschulgesetz festzulegen. Durch das Bundesverfassungsgesetz wurde dieses Gesetz jedoch wieder abgeschafft und heute sind Studiengebühren in fast allen Bundesländern beschlossene Sache.
Damit Ihr wisst, wie genau es in Eurem Bundesland aussieht, findet Ihr hier eine Aufstellung aller Länder:
Baden-Württemberg
Baden-Württemberg war der Vorreiter bei der Einführung von Studiengebühren. Seit Jahren schon erhebt das Land Strafgebühren für Langzeitstudenten und hat auch zu den allgemeinen Studiengebühren eine zustimmende Meinung (511 € pro Semester).
Bayern
Eine Einführung von allgemeinen Studiengebühren ist geplant. Bisher werden erst bei einer Überschreitung der Regelstudienzeit von 3 Semestern Gebühren erhoben. Fällig werden 511 € für das Zweitstudium.
Berlin
Zurzeit müssen in Berlin keine Studiengebühren gezahlt werden. Die Landesregierung befürwortet allerdings allgemeine Studiengebühren.
Brandenburg
Bis zum ersten berufsqualifizierten Abschluss sollten keine Studiengebühren eingeführt werden. Es finden allerdings Gespräche über Langzeitstudiengebühren in Höhe von 500 € statt.
Bremen
Das Erststudium soll in der Regelzeit und einigen weiteren Semestern gebührenfrei bleiben, danach werden Langzeitgebühren (ca. 500 €) fällig.
Hamburg
Allgemeine Studiengebühren für alle sollen möglichst schnell eingeführt werden. Langzeitstudenten müssen 500 € zahlen (seit 2004).
Hessen
Die Landesregierung möchte allgemeine Studiengebühren einführen, allerdings sind laut Landesverfassung Schul- und Hochschulbesuche unentgeltlich. Langzeitstudenten müssen jedoch bereits 500 - 900 € pro Semester zahlen (beginnend ab dem 4. Semester über der Regelstudienzeit). Die Gebühr richtet sich nach der Überschreitungsdauer der Regelstudienzeit. Es wird über Studiengebühren für Zweitstudien diskutiert.
Mecklenburg-Vorpommern
Das Erststudium soll bis zum Master gebührenfrei bleiben. Für das Zweitstudium dürfen Hochschulen Gebühren erheben...
Niedersachsen
Bereits ab dem Erststudium sollen Gebühren erhoben werden. Bis jetzt sind nur bei Überschreitung der Regelstudienzeit von mehr als 4 Semestern Gebühren (500 €) fällig.
Alle diejenigen, die ersten Abschluss vor 2004 oder außerhalb der EU gemacht haben, zahlen Zweitstudiengebühren von 650 € pro Semester.
Nordrhein-Westfalen
Die Gebührenfreiheit bis zum Masterabschluss wird angestrebt. Langzeitgebühren fallen nur bei deutlicher Überschreitung der Regelstudienzeit an (650 €, wenn man nach 14-16 Semester noch keinen Abschluss hat). Alle diejenigen, die ersten Abschluss vor 2004 oder außerhalb der EU gemacht haben, zahlen Zweitstudiengebühren von 650 € pro Semester.
Rheinland-Pfalz
Die Gebührenfreiheit bis zum Masterabschluss wird angestrebt. Langzeitgebühren fallen nur bei deutlicher Überschreitung der Regelstudienzeit an (650 €, wenn man nach 14-16 Semester noch keinen Abschluss hat). Eventuell soll diese Regelung auf "Landeskinder" beschränkt werden, da befürchtet wird, dass die Unis aufgrund der Gebührenfreiheit völlig überlaufen sein werden.
Saarland
Allgemeine Studiengebühren werden bereits erhoben (500 € pro Semester).
Sachsen
Das Erststudium soll gebührenfrei bleiben. 307 € pro Semester fallen für das Zweitstudium an.
Sachsen-Anhalt
Sachsen-Anhalt ist für allgemeine Studiengebühren offen. Bisher fallen nur für Langzeitstudenten ab dem 5. zusätzlichen Semester Gebühren an.
Schleswig-Holstein
Ein Modell mit Garantie für ein gebührenfreies Erststudium ist im Gespräch.
Thüringen
Thüringen hat eine zustimmende Meinung zu allgemeinen Studiengebühren, allerdings wird die Einführung frühestens 2009 beginnen. Bisher fallen nur für Langzeitstudenten ab dem 4. zusätzlichen Semester Gebühren an (500 €).
Unser Bericht aus dem Jahre 2005:

Das Thema, welches wohl die meisten Studenten gerade beschäftigt, sind die anstehenden Studiengebühren.
Als sozial ungerecht werden sie von den Gegnern angesehen. Andere wiederum bezeichnen sie als gerechtfertigt, wenn sie wieder in den "Uni-Alltag" einfließen. 
Große Proteste konnte man bisher jedoch nicht verzeichnen. Alleinig in Hamburg und Freiburg gab es größere Streiks und Demos mit großem polizeilichen Aufwand.
Wir würden gerne Eure Meinung erfahren, indem Ihr an unserer aktuellen Umfrage teilnehmt. Außerdem könnt Ihr Euch zu diesem Thema mit Gegnern und Fürsprechern in unserem
Forum
austauschen. (Bilder: Demo Hamburg)
Weiterführende Links zum Thema (Pro / Kontra):
Seite vom RCDS
Seite der Juso's
Aktionsbündnis gegen Studiengebühren
Vieles zum Thema Studiengebühren
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