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Studium Tiermedizin

Tiermedizin

Der Studiengang Tiermedizin/Veterinärmedizin wird nur an 5 Universitäten in Deutschland angeboten. In Hannover, Berlin, Leipzig, Giessen und München. Das Studium der Tiermedizin kann nur zu einem Winterstudienhalbjahr begonnen werden. Die abzulegenden Prüfungen werden nach den Vorschriften der Approbationsordnung für Tierärzte (TappO) vom 10. November 1999 (BGBL. I, S. 2162 ff) durchgeführt. Die Studienplätze für ein Tiermedizinstudium werden über das klassische ZVS-Verfahren vergeben. Ihr müsste euch also direkt bei der ZVS bewerben. Mehr Infos zum Ablauf des klassischen Studienplatz-Vergabesystem findet ihr in unserem Text "Bewerbung für ein Studium in Deutschland". Eine Direktbewerbung an der Hochschule ist nicht möglich, die zur Verfügung stehenden Studienplätze werden ausschließlich von der ZVS vergeben. Über eine zusätzliche Studienplatzkapazität verfügt die Tierärztliche Hochschule nicht.

Zum Studium der Tiermedizin berechtigt die - Allgemeine Hochschulreife -oder ein als gleichwertig anerkannter Abschluss. Bei Abschlüssen, die außerhalb der Bundesrepublik Deutschland erworben worden sind, ist ein Nachweis der Anerkennung der zuständigen Behörde erforderlich.

Studieninteressierte, die bisher keine Allgemeine Hochschulreife nachweisen, haben die Möglichkeit, den - Fachbezogenen Hochschulzugang nach beruflicher Vorbildung - zu erwerben (Hochschulzugangsprüfung). Weiterhin hat der Bewerber für die Zulassung zum naturwissenschaftlichen Abschnittt der Tierärztlichen Vorprüfung (Vorphysikum), der nach dem zweiten Fachsemester abzulegen ist, gemäß § 18 Abs. 1 Nr. 3 der Approbationsordnung für Tierärzte (TAppO) nachzuweisen,
daß er an einem von einer Hochschule durchgeführten oder vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses als gleichwertig anerkannten Kursus der medizinischen Terminologie regelmäßig und mit Erfolg teilgenommen hat. An der Tierärztlichen Hochschule Hannover kann dieser Kursus im Rahmen des Studiums der Tiermedizin im ersten Fachsemester belegt werden. Der Nachweis kann ersetzt werden durch Lateinkenntnisse gem. des Beschlusses der Kultusministerkonferenz vom 26.10.1979 (Ministerialblatt 1980 S. 642) oder Nachweis des Latinums. Lateinkenntnisse sind keine Voraussetzung zum Studium der Tiermedizin.

Anrechnung von Studienleistungen:

Nach § 62 der Approbationsordnung für Tierärzte kann eine im Ausland erworbene nicht abgeschlossene veterinärmedizinische Ausbildung oder ein dem veterinärmedizinischen Studium verwandtes Inlands- oder Auslandsstudium ganz oder teilweise angerechnet werden, soweit eine Gleichwertigkeit gegeben ist. Während dieser Ausbildung bestandene Prüfungen können auf Antrag als einzelne Prüfungsfächer der Tierärztlichen Vorprüfung oder der Tierärztlichen Prüfung anerkannt werden. Die Entscheidung hierüber obliegt der zuständigen Approbationsbehörde des betreffenden Bundeslandes, der auch ein entsprechender formloser Antrag mit allen diesbezüglichen Studienunterlagen vorzulegen ist. Die Zuständigkeit der Behörde ergibt sich aus dem Wohnort des Antragstellers

- Anträge aus Bayern und Baden-Württemberg sind an die Regierung von Oberbayern in 80538 München, Maximilianstr. 39, zu richten
- Anträge aus Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein an das Landesamt für Gesundheit und Soziales in 10707 Berlin, Fehrbelliner Platz 1
- Anträge aus Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Nordrhein-Westfalen an das Niedersächsische Ministerium für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in 30169 Hannover, Calenberger Str. 2
- Anträge aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland an das Regierungspräsidium Gießen in 35338 Gießen, Postfach 10 08 51
- Anträge aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen an das Sächsische Staatsministerium für Soziales in 01097 Dresden, Albertstr. 10

Die Anrechnung gilt dann an allen veterinärmedizinischen Bildungsstätten in der Bundesrepublik Deutschland (FU Berlin, JLU Gießen, TiHo Hannover, Uni Leipzig sowie LMU München).
Auch Bewerber, die anrechenbare Studienleistungen nachweisen und bei denen keine Anrechnung von Studienzeiten (Fachsemestern) möglich ist, müssen sich bei der ZVS für das erste Fachsemester bewerben.
Ausländer, die nicht Bewerber aus Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sind sowie ausländische und staatenlose Bewerber, die nicht eine deutsche Hochschulzugangsberechtigung besitzen, müssen sich bei den Hochschulen für das erste Fachsemester bewerben.

Tierärztliche Ausbildung - der Ablauf

Die Tierärztliche Ausbildung ist geregelt in der Approbationsordnung für Tierärzte (TAppO) vom 10. November 1999 (BGBl. I, S. 2162 ff)

1. Die Regelstudienzeit beträgt fünf Jahre und sechs Monate (11 Semester) gem. § 1 Abs. 2 Nr. 3 TAppO

2. Die tierärztliche Ausbildung setzt sich zusammen aus:
a) einem wissenschaftlich-theoretischen Studienteil von viereinhalb Jahren an einer Universität und
b) aus einem praktischen Studienteil, § 1 Abs. 2 Nrn. 1 + 2 TAppO
aa) 70 Stunden in mind. zwei Wochen über Landwirtschaft, Tierzucht und Tierhaltung
bb) 150 Stunden in mind. vier Wochen in der kurativen Praxis einer Tierärztin, eines Tierarztes oder in einer unter tierärztlichen Leitung stehenden Tierklinik
cc) 75 Stunden in mind. drei Wochen in der Hygienekontrolle
dd) 100 Stunden in mind. drei Wochen in der Schlachttier- und Fleischuntersuchung
ee) 75 Stunden in mind. zwei Wochen in der Überwachung und Untersuchung von Lebensmitteln
ff) 700 Stunden in mind. vier Monaten in der kurativen Praxis einer Tierärztin, eines Tierarztes oder in einer unter tierärztlichen Leitung stehenden Tierklinik oder ein Wahlpraktikum.


3. Die tierärztliche Ausbildung umfasst folgende Prüfungen: - die Tierärztliche Vorprüfung, abzulegen in zwei Abschnitten
Vorphysikum = naturwissenschaftlicher Abschnitt der Tierärztlichen Vorprüfung
Physikum = anatomisch-physiologischer Abschnitt der Tierärztlichen Vorprüfung
- die Tierärztliche Prüfung abzulegen in drei Abschnitten.


Weitere ausführliche Informationen gibt es unter www.tiermedizin.de
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