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studieren in den USA
Was für Voraussetzungen brauche ich um in den USA studieren zu können?

studieren in den USA Die US-Hochschulen entscheiden eigenständig darüber, welche Studenten zugelassen werden und wie sie eingestuft werden. Dazu gehören auch verschiedene Bewerbungs-Tests. Sie entscheiden aber nur zu einem gewissen Teil über die Zulassung von ausländischen Studenten. Generell braucht man aber die Fachhochschulreife oder Abitur um sich bewerben zu können. Interessant ist, dass an manchen US-Institutionen das 13. Schuljahr angerechnet werden kann. Das heißt man könnte einen "Bachelor's" in drei Jahren statt in den üblichen vier Jahren erwerben (diese Anerkennung wird "advanced standing" genannt).

Möchte man sich direkt für einen Studiengang der "graduate studies" bewerben (Master/Medizin, Rechtswissenschaften, etc./Ph.D.) braucht man ein Fachhochschuldiplom, 6 Semester Universitätsstudium und ein Vordiplom oder eine Zwischenprüfung, einen Bachelor-Abschluss oder einen Universitätsabschluss. Einige US-Hochschulen bestehen in diesem Fall auf einem Magister, Staatsexamen oder Diplom. Man bewirbt sich übrigens gut ein Jahr bzw. zwei Semester vor dem gewünschten Studienbeginn in den USA und kann zum Beispiel ein Vordiplom/eine Zwischenprüfung oder auch Examensergebnisse nachreichen.

Die Einstufung von deutschen Studenten in den USA verläuft meistens wie folgt, ist aber nicht immer so gegeben:

  • Fachhochschulreife/Abitur > Undergraduate/Bachelor's
  • während des Fachhochschulstudiums > Undergraduate/Bachelor's
  • weniger als 6 Semester Universität > Undergraduate/Bachelor's
  • Fachhochschuldiplom > Undergraduate/Bachelor's oder Graduate/Master's
  • 6 Semester Universität plus Vordiplom/Zwischenprüfung > Bachelor / Graduate / Master's / Professional
  • Universitätsabschluss > Graduate/Master's/Professional/Ph.D.
Was für Studienmöglichkeiten habe ich in den USA?

Anders als in Deutschland ist das Hochschulsystem der USA nicht so stark staatlich reglementiert und im Wesentlichen privatisiert. Zur Zeit gibt es rund 1700 öffentliche Hochschulen, die von Städten und Gemeinden betrieben werden, sowie etwa 2480 private "colleges" und "universities". Außerdem gibt es die so genannten "community colleges". Diese Einrichtungen sind aber – abgesehen von einem Schnupperstudium oder Sprachkurs – für deutsche Studenten vom Niveau her uninteressant. Die "Studienprogramme" werden in undergraduate (führt zum "Bachelor’s") und graduate studies (führt zum Master, "professionaldegrees" oder Ph.D.) unterteilt. Zusätzlich zu Zertifikaten und Diplomen kann als erster akademischer Abschluss nach einem zweijährigen Studium der "associate degree" verliehen werden (der aber in Deutschland nicht anerkannt wird).

Im Allgemeinen wird in den ersten beiden Studienjahren ein Studium Generale absolviert. In diesem Teil des Studiums wird eine breite Palette an Pflichtkursen belegt. Nach diesem Einstieg ins Studieren wählt man ein oder zwei Hauptfächer, "major" genannt, und setzt damit seinen Studienschwerpunkt. Mit diesem Schwerpunkt studiert man weitere zwei Jahre und schließt dann mit dem "Bachelor’s" ab. Das Studium bis zu diesem Abschluss wird „undergraduate studies“ genannt. Ergänzend zu seinem "undergraduate studies" kann man ergänzend stark praxisbezogene Kurzstudiengänge absolvieren. Diese werden meistens an „community colleges“ angeboten.

Wem der Bachelor noch nicht reicht, der kann ein wissenschaftliches Aufbau- oder Vertiefungsstudium beginnen. Nach ein bis zwei weiteren Jahren des Studierens erwirbt man den „Master of Arts“ (M.A.) bzw. den "Master of Science" (M.S.). Die Master-Studiengänge werden nur an den "universities" angeboten, nicht am "College".

Möchte man Rechtsanwalt oder Mediziner werden, also ein berufsbezogenes Fach studieren, muss man ebenfalls an den "universities" studieren. Die Studiendauer für diese Fächer liegt zwischen zwei und vier Jahren. Die Abschlüsse bezeichnet man als „professional degrees“. Dazu gehört auch der „Master of Business Administration“ (MBA). Für diesen Abschluss muss man ein oder zwei Jahre studieren.

Die Promotion in den USA, der "Doctor of Philosophy" (Ph.D.), basiert auf einem vier- bis sechsjährigen Studium, das mit einer ein- bis zweijährigen Studienphase beginnt. An diese schließt sich eine umfangreiche Fachprüfung an ("preliminary examination" oder "qualifying examination" genannt), nach der dann die Forschungsarbeiten für die Dissertation beginnen.

ACHTUNG! In den USA gibt es die so genannte "Akkreditierung". Die Akkreditierung ist das System der Legitimation und Qualitätssicherung von Institutionen und Programmen der weiterführenden Bildung in den Vereinigten Staaten. Bevor man sich also für ein Studienprogramm entscheidet sollte man insbesondere darauf achten, dass das Programm ordnungsgemäß akkreditiert ist. In den Vereinigten Staaten sind die Begriffe "akkreditiert", "Akkreditierungsgremium" oder "Akkreditierungsverband" nicht gesetzlich geschützt. Folglich ist es wichtig zu prüfen, ob eine Institution und ihre Programme von einem "offiziellen" Akkreditierungsgremium oder -gremien anerkannt wurde. Mehr Infos dazu unter www.us-botschaft.de.

Ich habe in den USA angefangen zu studieren, möchte aber anders als geplant doch in Deutschland weiter studieren - werden mir meine Leistungen dann anerkannt?

Da Deutschland föderalistisch strukturiert ist und jede Hochschule eigenständig über die Anerkennung von Leistungen aus dem Ausland entscheiden kann gibt es keine einheitlichen Regelungen. Vor Beginn des Studiums sollten daher möglichst viele Frage mit den zuständigen Fachbereichen und Institutionen geklärt werden.

Welche Abschlüsse kann ich in den USA machen?

In den USA kann man mit den Titeln „Bachelor’s“, Master, dem so genannten „professional degree“ (Fächer wie Medizin, Rechtswissenschaften, etc.) oder PhD abschließen.

Was kostet mich der Spaß?

Natürlich gibt es in den USA Studiengebühren. Sie schwanken zwischen ca. US$ 2.000,- (community collge) und US$ 33.000,- (graduate study/university). ). Im Durchschnitt liegen sie bei etwa US$ 12.000,- bis US$ 16.000,-. Die Lebenshaltungskosten unterscheiden sich stark je nach Stadt und Region. Ein Zimmer im Campus-Wohnheim scheint die preiswerteste Lösung zu sein und muss mit zusätzlichen Kosten von ca. US$ 1.000,- pro Monat berechnet werden. Die Gesamtkosten für ein akademisches Jahr liegen also etwa zwischen US$ 16.000,- und US$ 46.000,-.

Wo bekomme ich weitere Infos?

Recht umfangreich und auch verständlich informiert die Homepage der US-Botschaft www.us-botschaft.de.

(/hf)
 
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