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Ein Auslandsaufenthalt ist für viele als Teil des Studiums vorgesehen, aber auch nicht ganz billig. Als AuPair in einer Gastfamilie zu leben und dort auf Stundenbasis bei der Kinderbetreuung zu helfen, kann für "kinderliebe" Studenten eine günstige und spannende Alternative sein. Diese Möglichkeit wird immer beliebter und es gibt mittlerweile sehr viele verschiedene Organisationen, die Bewerber und Familien vermitteln.

Aufgaben

Ein AuPair ist als Unterstützung für die Eltern vorgesehen. Dazu gehören z.B. die Mahlzeitenzubereitung, das Ankleiden der Kinder, die Beschäftigung durch Spielen, Basteln oder anderes, das Abholen von Schule oder Kindergarten und alles Weitere, das im Alltag so anfällt. Dazu können kleinere Aufgaben im Haushalt wie Wäsche waschen und Geschirrspüler ausräumen kommen. AuPairs sind aber weder Reinigungskräfte noch Dienstkräfte, sondern sollten eher als größere Geschwister betrachtet werden.

Voraussetzungen für Teilnehmer

Teilnehmer sollten 18 bis 26 (teilweise bis 28) Jahre alt sein und die Sprache des Landes grundsätzlich beherrschen. Einige Agenturen vermitteln auch männliche AuPairs. Erfahrungen mit Kindern sind ebenso nötig und müssen durch die Eltern oder Betreuer der Kinder bestätigt werden. Praktika bei Tagesstätten o.ä. sind auch eine Möglichkeit, diese zu bekommen. Schon in der Kinderziehung oder -betreuung ausgebildete Bewerber bekommen als AuPair Plus in vielen Ländern ein höheres Taschengeld. Man sollte
Nichtraucher sein (lässt sich aber oft mit der Gastfamilie absprechen) und einen Führerschein besitzen.
An Formularen benötigt man ein Gesundheitszeugnis des Hausarztes und ein polizeiliches Führungszeugnis. Außerdem schicken die Organisationen einige auszufüllende Fragebögen. Ein Brief an die potientielle Gastfamilie sowie eine persönliche Fotocollage gehören ebenfalls zu den "Bewerbungsunterlagen".

Organisatorisches

Wenn man gern AuPair werden möchte, ist es am besten, sich bei einer Agentur anzumelden, da diese eine große Hilfe und für manche Länder notwendig für ein Visum sind.
Zum Einen werden maximale Arbeitszeit sowie Höhe des Taschengeldes und andere enthaltene Leistungen dort vertraglich festgehalten und sind somit auch für Gastfamilien verbindlich. Auch Versicherung und Flugbuchung werden übernommen und es wird bei der Beantragung des Visums geholfen.
Zum Anderen kontrolliert ein Betreuer vor Ort die Gastfamilie auf Eignung und ist da, wenn es Fragen gibt, sowie organisiert monatliche Treffen aller AuPairs der Region.
In einem Einführungsseminar nach Anreise werden grundsätzliche Sachen wie erste Hilfe und Verhalten in Notfällen erläutert.
Als Teil des Programms ist oft der Besuch von einem oder zwei (Sprach-)Kursen im Gastland vorgesehen. Wer mehr Zeit für Kurse haben möchte, kann die Version DemiPair nutzen. Dabei arbeitet man nur die Hälfte der üblichen Stunden und nimmt dafür mehr Kurse an College, Uni oder Volkshochschule.
In den meisten Ländern hat man mindestens anderthalb Tage in der Woche frei, außerdem ein langes Wochenende pro Monat und im Jahr mindestens 2 Wochen Urlaub. Kost und Logis werden stets von der Gastfamilie übernommen.
Ein Wechsel der Familie ist übrigens auch möglich, falls es größere Probleme gibt.

Beispiel: USA

Weihnachten in den USADie Kosten für die Vermittlung in die USA liegen bei etwa 100-200 € plus Kaution (je nach Agentur). Das Taschengeld pro Woche beträgt 176 $, ab Juli 2009 195$ für maximal 45h Arbeit in der Woche, davon höchstens 10 pro Tag. In die USA wird man für 12 Monate mit Möglichkeit der Verlängerung um bis zu ein Jahr vermittelt. Das ist staatlich geregelt und agentur-unabhängig. Eine Ausnahme ist das Programm Sommer- AuPair, das nur 3-4 Monate über die Sommerferien dauert. Anschließend darf man jeweils noch 30 Tage bleiben, um z.B. zu reisen, was dort günstig und einfach ist.

Beispiel: Frankreich

In Frankreich kann man 2-12 Monate und nach Wunsch auch länger bleiben. Bei 30-34 Stunden pro Woche bekommt man 65 bis 75 Euro. Auch hier kann man als ausgebildete(r) Erzieher(in) o.ä. als AuPair Plus bei 35-40 Stunden in der Woche 90 Euro verdienen.

Beispiel: England

Foto von LondonNach England kann man für 6-12 oder im Sommer für 2-3 Monate gehen. Die Wochenarbeitszeit hängt von der Art des Programms ab, ist generell aber mit 25-30 Stunden geringer als in den USA. Das wöchentliche Taschengeld beträgt dann 60-70 Pfund. Die Zeiten und Vergütung variieren auch je nach Agentur und Aufgaben stark.
In England wird auch ein AuPair Plus gern genommen, diese arbeiten bis 35 Stunden die Woche und bekommen dementsprechend um die 80 Pfund.






Weitere Länder und Infos

Weitere Länder wie Australien, Kanada, Neuseeland, Südafrika, Russland, Costa Rica und viele europäische Staaten haben ebenfalls entsprechende Programme.
Die größten Agenturen sind Wenn man sich für ein Land, eine Agentur und schließlich für eine Gastfamilie entschieden hat, steht einem ein Erlebnis bevor, das Persönlichkeit und Sprachkenntnis gleichermaßen fördern wird. Vor allem hat man neben der Beschäftigung mit den Kindern immer genug Freizeit, um auf eigene Faust Dinge zu unternehmen und diese tolle Möglichkeit nutzen zu können.

Dieser Text wurde uns freundlicherweise von Anna Dinse zur Verfügung gestellt.
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