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Medizin studieren - 4.Semester der Vorklinik

Das vierte vorklinische Semester unterscheidet sich vom Aufbau her von den vorangehenden Semestern sehr, da es sehr vielfältig gestaltet und in unterschiedlichste kleine Blöcke unterteilt ist . Das Semester ist jedoch so gestaltet, dass es bis ungefähr Mitte Juni schon sehr ausgefüllt ist und danach man nur noch 1 mal täglich zu den entsprechenden Seminaren besucht. Dadurch hat man ab Mitte Juni genug Zeit zur Vorbereitung für den schriftlichen Teil des Physikum im August und des mündlichen Teil im September. Dennoch kann die eine oder andere nicht bestandene Klausur termintechnisch einen kleines Organisationschaos verursachen, da der eine Wiederholungstermin nahe der anderen bevorstehenden Prüfung stattfinden kann.
Beginnen tut es mit den Vorlesungen sowie den Seminaren zur Medizinischen Psychologie und den Vorlesungen als auch Praktika zum dritten und abschließenden Abschnitt des Faches der Biochemie, wobei die Vorlesungen einen Rahmen von einem Monat ausfüllen. Die Seminare und Praktika sind über einem weiteren Zeitraum aufgeteilt, wobei das Praktikum der Biochemie einmal wöchentlich stattfindet. Insgesamt sind über das Semester 8 Praktika-Termine vorgesehen. Parallel dazu findet auch wöchentlich, je nach Gruppe zu unterschiedlichen Zeiten die Einführung in die klinische Medizin statt.

Biochemie

Die Vorlesungen sind im Allgemeinen Mischungen als auch Vertiefungen gewisser Gebiete, die man in den
vorherigen Abschnitten der Biochemie des 2. und 3. Semesters vorgestellt wurden. Je nachdem ob man den Vortragsstil des Professors mag oder nicht und je nachdem ob das jeweilige Thema einem zusagt, ist entsprechend dem auch der Vorlesungssaal mehr oder weniger besucht. Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist auch der Zeitpunkt des Vorlesungsbeginns, da die Vorlesung als früherer Block der Vorlesungen ab 8 Uhr beginnt.

Die Praktika-Termine sind in folgende Themen unterteilt:
  • DNA
  • Proteine
  • Kohlenhydrate/Lipide
  • Blut
  • Leber
  • Hormone
  • Immunologie
Obwohl das Praktikum im Gegensatz zu den Vorlesungen nur einmal die Woche stattfindet, ist das Praktikum in keiner Weise zu unterschätzen und beansprucht sowohl für die Vorbereitung als auch die Nachbereitung genug Zeit. Man sollte sich vor jedem Praktikum mindestens einmal sowohl die Einleitung als auch die Einleitung zu jedem Versuch durchgelesen haben. Optimalerweise können auch gleich Begriffe und weitere Unklarheiten im Vorhinein geklärt und an den Rand notieren werden. Dies spart unglaublich viel Zeit, denn man kann sich (unter Zeitdruck) ganz leicht verlesen und etwas falsch verstehen und somit im schlimmsten Fall die aufgewendete Zeit und die Auswertungen eines gesamten Versuch, der je nach Thematik und Unterthema deutlich länger oder kürzer dauert, zunichte machen und muss eventuell noch mal ran. Lieber einen Schritt langsamer arbeiten und weniger Fehler machen, als eine Aufgabe total aufzugeben, trotz der Mühe dann lassen zu müssen (da einfach keine Zeit mehr bleibt und es ist immer ein bestimmter Zeitrahmen für das Praktikum festgelegt) und dann noch mit einer anderen Aufgabe anfangen zu müssen. Gewisse Versuche benötigen dann zusätzlich einen Zeitraum, indem man warten muss, da dies für die Substanz oder für die Auswertung des Versuchs von höchster Bedeutung. Man wird grundsätzlich in 2 größere Gruppen eingeteilt und dann entsprechend der Anzahl der Aufgabe und deren Ansprüche in kleinere Gruppen von zwei bis vier Personen aufgeteilt. Dabei macht man als Gruppe dann 2 bis 3 Aufgaben. Nachdem alle Versuch mehr oder weniger geklappt haben (es kann ganz schnell irgendetwas schief gehen!), gibt es am Ende eine Abschlussbesprechung, bei der jeder einzelne Versuch besprochen wird und die Gruppen, denen der gleiche Versuch zugeteilt wurde, ihre Ergebnisse zeigen, erläutern und auch vergleichen. Auch werden hier noch letzte Unklarheiten und Fragen gestellt und die Kernaussagen wiederholt.
Nach allen Praktika wird dieser letzte Teil mit einer entsprechenden Klausur zu den oben genannten Gebieten abgeschlossen. In dieser Klausur gibt es zu jedem der Themen 5 Fragen. Zur Vorbereitung hat man neben der Literatur auch genug Altklausuren zur Verfügung, die einem einen ungefähren Überblick davon geben, was man auf dem Kasten haben muss.

Medizinische Psychologie und Soziologie

Im ersten Semester gab es zum Fach der medizinischen Psychologie und Soziologie erste Vorlesungen, die einen allgemeinen Einstieg in dieses Gebiet erlaubten. Die Themen der Vorlesungen können inhaltlich in folgende 4 Abschnitte eingeteilt werden.
  • Persönlichkeitsentwicklung & Psychodynamik
  • Gedächtnis, Lernen & Verhaltenstherapie
  • Medizinische Soziologie
  • Methoden zur Analyse
Die Vorlesungen sind eine Einführung für die jeweiligen Seminare, die innerhalb der Gruppen stattfinden. Die Seminare sind in 7 Lerneinheiten eingeteilt, die je nach Thema an unterschiedlichen Orten stattfinden. Das Seminar ist in erster Linie als eine Vorbereitungsmöglichkeit zur schriftlichen Physikumsprüfung zu verstehen. Dazu wird innerhalb seiner Gruppe zum Termin gebeten. Je nach Professor gestaltet sich das Seminar unterschiedlich. Einige geben einem Zeit für alle Aufgaben, um sie alleine (teilweise mithilfe von Unterlagen oder Internet) in vorgegebener Zeit schnell zu beantworten. Anschließend werden jedem Teilnehmer ein bis zwei Fragen zugeteilt und man erhält Zeit um alle Lösungsmöglichkeiten zu analysieren und systematisch ausschließen zu können, was falsch ist. Andere wiederum befürworten das gemeinsame Erörtern von mehreren Aufgaben in einer Gruppe. Es gibt aber weitere Variationen dieser vorgestellten Seminarabläufe. Es werden auf Grundlage von IMPP- Fragen der letzten 10 Jahre richtige und falsche Lösungen erarbeiten, die die Teilnehmer auch durch Vorträge präsentieren.
In folgende Themenabschnitte werden die Themen unterteilt:
  • Biologische Psychologie & Stress
  • Methoden inkl. soziologischer Methoden
  • Soziologische Modelle & das Gesundheitssystem
  • Lernen & Verhaltenstherapie
  • Entwicklung/Lebensspanne, Psychotherapie/Psychoanalyse
  • Prävention & Kommunikation
  • Kognition, Emotion, Motivation & Persönlichkeit


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