Navigation:
Du befindest dich hier:
› aktuelle Seite
Themenrelevante Artikel: Arbeiten neben dem Medizinstudium Medizin studieren - das Studium Humanmedizin und seine Voraussetzungen Studiengang Medizin - eine Beschreibung am Beispiel der Uni Leipzig Voraussetzungen des Medizinstudiums - eine Checkliste Fachgebiete des Studiengangs Medizin Der Präparierkurs - Studiengang Medizin Medizin studieren - das Physikum am Beispiel der Uni Jena Studiengang Zahnmedizin Humanmedizin in Greifswald studieren Medizin studieren an der CAU- Kiel Das Medizinstudium - Ablauf des 2.Semesters (in Kiel) Medizin - der Präpkurs - Erfahrungsbericht Teil 1

Das Medizinstudium - Ablauf des 3.Semesters (in Kiel)

3.Semester – Es beginnt mit einer Eingangsklausur

Das 3.Semester beginnt mit einer schriftlichen Eingangsklausur. Das Bestehen dieser Klausur ist die Voraussetzung für die Teilnahme am Kursus für Makroskopische Anatomie - dem "Präp-Kurs". Die Eingangsklausur umfasst insgesamt 20 Multiple-Choice-Fragen aus folgenden Themenbereichen:
  • die Embryonalentwicklung wichtiger Organsysteme wie der Gastrointestinaltrakt & der Herzkreislauf (besonders wichtig die Umstellung von pränatalem auf postnatalen Kreislauf)
  • die Körperfläche bezüglich Schichtaufbau,Körperregionen, Orientierungslinien, Knochenpunkte & epifaszialer Strukturen
  • Peripheres Nervensystem mit Rückenmarkssegmenten, Spinalnerven, somatischen Plexus & dem vegetativen Nervensystem (Sympathikus & Parasympathikus)
  • Herzkreislaufsystem mit arteriell., venösen & lymphatischem System
Bei Nichtbestehen der Eingangsklausur findet im Laufe des Wintersemesters vor Beginn des Präparierkurses ein mündliches Nachtestat statt. Termin und Ort für die Eingangsklausur und das Nachtestat werden auf der Homepage oder an Aushängen des Anatomischen Institutes bekannt gegeben.
Teilweise kann das Wissen nicht nur auf den Präparierkurs vorbereiten, sondern auch auf Inhalte der Physiologie ( siehe oben die Inhalte - Stichwort Herz). Die Klausur ist gut zu schaffen und die Fragen sind wirklich einfach gestellt.
Das Wissen, das man sich für die Eingangsklausur aneignet, ist vor allem dafür da, eine bessere Vorstellung von den „räumlichen“ Verhältnissen im Körper und den Funktionen parallelexistierender Systeme zu erlangen. Besonders der Anteil an Embryologie kann hier einem helfen, den ein oder anderen Aufbau besser nachzuvollziehen, wenn man sich die Entwicklung des Organs anschaut. Ein kleinerer Anteil an teils spannendem Klinik-Wissen wird auch vorausgesetzt. Aber diesen kann man gut dafür nutzen, etwas besser im Gedächtnis zu verankern.

An dieser Stelle sei angemerkt: Zur Vorbereitung auf die Eingangsklausur werden die oben erwähnten Themen und Lernziele in mehreren integrativen Seminaren am Ende des Sommersemesters 2015 behandelt. Anhand exemplarischer Multiple?Choice?Fragen erhaltet ihr hier schon eine erste Vorstellung, wie die Klausur ablaufen wird. Viele, die die Fragen gleich beantworten können, neigen dazu zu denken, diese Klausur sei einfach. Das mag sie durchaus sein. Man muss aber auch rechtzeitig anfangen, die Themen angzugehen. Hierzu eignet sich der Prometheus vom Inhalt her schon, aber von der Struktur muss man selbst Vorarbeit leisten, um sich seine eigene Struktur aufzubauen. Mehrere Wochen sollte man für die Vorbereitung schon einplanen, um zeitlich nicht unter Druck zu geraten.

Biochemie und der Physiologie

Anschließend beginnt das Semester mit den Fächern der Biochemie und der Physiologie. Zu diesen Fächern habe ich schon erste Informationen in meinem vorigen Bericht über das zweite Semester gegeben. Auch hier werden beide Fächer schriftlich geprüft und die Bewertung ist genau wie im vorherigen Semester. In 5 Wochen kriegt man alles Relevante für die Klausur erzählt, wobei es jeder Professor oder Referendar nach eigenen Schwerpunkten sehr individuell gestaltet. Natürlich zieht das je nach Thema Vorteile oder Nachteile mit sich. Hier wird besonders empfohlen, sich möglichst früh an die Unterlagen zu setzen und eigene Zusammenfassungen mit Schwerpunkten (man kann diese den Lernzielen entnehmen) zu erarbeiten, da man diese einerseits so nicht unter Zeitdruck gerät und andererseits auch gleich in den Seminaren kontrollieren kann, ob man das Wichtigste auch erarbeitet hat. Zwischen dem letzten Abschnitt der Seminare und der Klausur sind nur wenige Tage, also ist (zeitlich) ranhalten angesagt!

Physiologie

Die Physiologie ist hier deutlich spannender, da es diesmal eine weit tiefere Ebene erreicht: Es geht hier mehr darum, die einzelnen inneren Organe und ihre eigentliche Funktionen zu verstehen. In folgendendermaßen gegliederte 12 Themen-Abschnitten innerhalb von 8 Wochen werden einem nähergebracht:
  • vegetatives Nervensystem,
  • Herz,
  • Kreislauf,
  • Niere + Säure-Base-Haushalt,
  • Atmung + Säure-Base-Haushalt Teil 2,
  • Blut,
  • physiologische Endokrinologie,
  • Verdauung,
  • Ernährung,
  • Thermoregulation + Umsatz,
  • Beckenorgane + viszeraler Schmerz,
  • Altern + Tod
Die größten Anteile dabei machen Herz, Kreislauf, Atmung und Verdauung aus. Auch hier gibt es Seminare zur Vertiefung des Inhalts. Das Praktikum beginnt 3 1/2 Wochen vor den beiden Klausuren. Deshalb gilt hier noch mehr als bei der Biochemie sich zeitlich so gut zu strukturieren, dass man noch ansatzweise mitkommt, denn man kann hier aufgrund der Fülle an Informationen sehr schnell den Überblick verlieren. Und dann wird einem durch das Praktikum am Ende auch noch zusätzlich Zeit gestohlen.

Die Klausuren der Physiologie sind wirklich kein Zuckerschlecken und deshalb lohnt es sich umso mehr sich hier rechtzeitig an die Thematik zu setzen und sich das Schritt für Schritt zu erarbeiten.
Bücher und weitere Hinweise könnt Ihr dem Bericht über das 2. Semester entnehmen. Nach den Klausuren folgen Weihnachten und Neujahr. Diese Zeit sollte man sich wirklich zum Entspannen nehmen, da man sie wirklich brauchen wird. Dennoch wird diese Lücke auch als Chance genutzt, um eventuelle Nachprüfungen nachzuholen. Sowohl Histo als auch Chemie und Physik werden direkt nach den Ferien in der ersten Woche des Präparierkurses geprüft. Hier sei darauf hingewiesen, sich (falls man mehrere Nachprüfungen hat) nicht zu übernehmen, da das sehr stressig werden könnte. Man muss beachten, dass man sowohl die Vorlesung als auch die gegebene Präparierzeit am selben Tag zu erledigen hat.
Der Präpkurs ist auf ganze 6 Wochen erstreckt und in 3 Abschnitte aus ventraler Rumpfwand, Situs und Extremitäten eingeteilt (inhaltliche Gliederung siehe unten). Jeder Tag ist so aufgebaut, dass alle gemeinsam die Vorlesung besuchen können (wobei Zahnmediziner teils gesonderte Vorlesungen besuchen) und dann die Gesamtheit aller Studenten auf eine Vormittags- und eine Nachmittagskohorte eingeteilt werden. Zu den Vorlesungen sei gesagt, dass sie wirklich zu den besten der Vorklinikzeit gehören, da sie super strukturiert sind und die Schwerpunkte perfekt gesetzt sind. Sie geben genug Auskunft, um einen Überblick zu gewinnen. Die Vormittagskohorte hat nach der Vorlesung eine 3/4-Stunde Zeit und dann beginnt die 3 stündige Präparierzeit. Die Nachmittagskohorte darf den Präpsaal ab 13.15 bis 16 Uhr besuchen. Es gibt zwischendurch auch einen Wechsel. Ich hatte am Anfang und im Endabschnitt die Vormittagskohorte und kann bestätigen, dass dies die entspanntere Variante zum Lernen ist. Man hat nach der Präpariertest den ganzen Nachmittag Zeit entweder zu lernen oder auch alles in der Präparierzeit nicht geschaffte fertig zu präparieren. Was die Nachmittagsgruppe angeht: Man verliert am morgen Zeit. Manchmal kann man die Zeit zwischen Vorlesung und Präpkurs nutzen indem man das nacharbeitet, was man eben in der Vorlesung gehört hat. Ich aber habe mehr Zeit benötigt und war meistens noch nicht fertig und das kann einen frustrieren, wenn man nicht fertig geworden ist und schon wieder los muss. Nach 2 Wochen folgt Montags immer ein abschließendes Testat, bei dem man 15- 20 Minuten lang von einem Dozent geprüft wird.

(sm) (2017)

Die neuesten Foreneinträge


Die neuesten Studienplatztausch Anzeigen




Die [uni-pur.de]-Umfrage

Ist es schwer, einen Studentenjob zu bekommen?



Die neuesten Studentenjobs

Copyright 2005-2017 [uni-pur.de]

Datenschutz