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Das Medizinstudium - Ablauf des 2.Semesters (in Kiel)

Vorab einige Prüfungen

Die Schädelklausur

das 2. Semester beginnt gleich mit der Schädelklausur. Die Vorlesung dafür gibt es im ersten Semester. Diese ist auschließlich dafür da ,um sich einen groben Überblick zu verschaffen (da in der für die Vorlesung gegebenen Zeit kein Professor alles vortragen könnte).
Also:keine Panik bekommen und alles mitschreiben sondern bewusst sich nur für die wichtigsten Stichworte entscheiden. Alles Notwendige für die Klausur kann man im Prometheus nachlesen.

Der Stoff (kurz vor Beginn des 2. Semesters wird man in Anatomie nur bezüglich des knöchernen Schädels und in Chemie geprüft und dies an 2 verschiedenen Tagen im Abstand von mind. 3 Tagen) lässt sich über die vorlesungsfreie Zeit von mehr als einem Monat ziemlich gut verteilen. Man kann die Lerninhalte zum knöchernen Schädel definitv auch innerhalb einer Woche schaffen, wenn es zeitlich nicht anders machbar ist (Urlaub usw.). Die Klausur besteht aus 20 Fragen, die schon bei guter Vorbereitung wirklich sehr gut zu schaffen ist.

Chemie

Nebenbei müsst ihr euch - wie gesagt - auch auf die Chemie vorbereiten. Wenn ihr nicht unbedingt ein Krankenpflegepraktikum absolvieren müsst, ist es gut schaffbar (Mit dem Praktikum ist es schon etwas anstrengend, aber auf alle Fälle zu schaffen).Für die Chemie ist der Zeeck (selbst ältere Versionen mit denen
ich gelernt hab) mit den Seminarfolien und den auf der Fachschaft hochgeladenen Altklausuren genug Material zum Lernen und Üben. Ich empfehle aber wirklich, die Unterlagen zu den Vorlesungen rein zum Verständnis und als ersten leichten Durchgang zu verwenden, da es meist viele irrelevante Folien dazwischen gibt. Zum richtigen Lernen lieber auf die Seminarfolien zurückgreifen, da dort alles auf Notwendigste und auch wirklich Relevanteste gekürzt ist.

Beginn des zweiten Semesters

Nach diesen Prüfungen beginnt das Semester mit 2 Fächern: Der Neuroanatomie und dem zweiten Abschnitt der Histologie.

Neuroanatomie

Neuroanatomie ist ein sehr interessantes Fach. Zusätzlich zu den Vorlesungen besucht man Seminare, in denen nochmal das Wichtigste teils erfragt wird(da mit einem Prof das ganze Thema praktisch angeht) und wiederholt wird.

Hierzu kann man sich ein auch von der Uni bereitgestelltes Neuroanatomie-Skript ausdrucken und bearbeiten. Es ist eine gute zusätzliche Übung (ohne die schafft man es aber auch- bewerte dies aus eigener Erfahrung xD). Meiner Meinung nach hat man hier einfach das Problem, dass man möglicherweise den Überblick verliert.
Ich persönlich lag zeitlich auch etwas zurück und konnte mit dem Prometheus (in diesem Falle) weniger etwas anfangen. Dieses Buch hat einfach einen eigene Struktur und ein anderes System (als die Gliederung der Seminare), das Thema darzustellen. Zumindest hatte ich das Gefühl, keine eigene Basis aufgebaut zu haben. Hierauf habe ich eine der Professoren um Rat gebeten und man empfahl mir „Basiswissen Neuroanatomie“ von S.David Gertz.

Dieses Buch ist sehr gut, da der Autor wirklich alles auf den Punkt gebracht hat und man damit ein Grundverständnis für dieses Fach erlangt. Ich möchte damit keinesfalls sagen, dass es definitiv besser als andere Bücher ist sondern nur betonen, dass man (falls man einer ähnlichen Situation wie meiner aus zeitlichen oder sonstigen Gründen zum Opfer werden sollte) gut gebrauchen kann.

Histologie

Zur Histologie habe ich schon in meinem ersten Bericht die grundlegenden Informationen geschildert (Medizin in Kiel studieren. Nur ist hier die Menge an Wissen, die „Welle an Wissen“ besser gesagt, deutlich mehr. Hier lohnt es sich definitiv am Ball zu bleiben und so rechtzeitig wie möglich alles nachzuarbeiten(Leichter gesagt als getan).

Was wären wir Medizinstudenten ohne die virtuelle Mikroskopie(-aufgeschmissen?). Ich würde empfehlen, wieder eng mit diesem Online-Programm zu arbeiten und einfach zu jedem Präparat sein eigenes Lernblatt oder eigene Karteikarte zu erstellen.

Man nimmt am Kurs teil, in dem jeder an seinem eigenen von der Uni bereitgestellten Präparat die Informationen und Aspekte (auf die der Prof. hinweist) des jeweiligen Präparats und Themenabschnitts erlernt. Oftmals reicht hier natürlich nicht die Zeit aus, um eine Struktur aufzubauen, deshalb sollte man sich nochmal die Zeit nehmen, alles was eventuell verpasst und nicht verstanden wurde, an der Virtuellen Mikroskopie zu üben und so durch beide Informationsquellen seine eigene Zusammenfassung zum Präparat erstellen.

Genau mit dieser Struktur oder diesem Aufbau lernt man jedes Thema/Präparat für sich. Diese kann man dann effektiv in der Prüfung ausnutzen und gekonnt Zeit sparen. In der Prüfung erhält man dann irgendlwelchen Präparate und für diese Präparate eine gewisse Vorbereitungszeit(die durchaus variieren kann aber 15 - 20 Minuten sollten drin sein) und nach dieser wird man bezüglich der Präparate und der in der Vorbereitungszeit erstellten Grundlage abgefragt.
Das schlimmste an den Prüfungen sind durchaus weniger sie selbst als mehr die Termine, die dafür ausgesucht werden. Man hat lediglich 1 Woche zwischen Neuroanatomie und Histo II. Also heißt das lieber so gut es geht vorarbeiten, da der eine oder andere sehr schnell unter Druck geraten kann. Viele nehmen an der Histo-Prüfung nicht teil, da sie es aufs Wintersemester verschieben wollen. Dies würde ich wirklich nur denjenigen empfehlen, die ansonsten nichts anderes nachzuholen haben, da es sonst in den darauffolgenden Semestern anstrengend werden kann. Irgendwann(und dieses irgendwann kommt deutlich schneller als man es sich vorstellt) steht das Physikum vor der Tür und man hat hier und da noch was nachzuholen.

der zweite Abschnitt des zweiten Semester

Der zweite weitaus längere Abschnitt des Semesters besteht aus den Fächern der Biochemie und der Physiologie. Für diese beiden Fächer sind Chemie, Biologie und Physik die Grundlagen gewesen (keine Angst - wenn man in eines der Fächer das Ganze nur mit viel Glück überstanden hat oder sich in einem der Fächer nicht so gewandt fühlt/vielleicht auch ein bisschen vergessen hat, ist dies kein Grund zur Sorge, da viel grundlegendes Wissen noch einmal wiederholt wird ) und sie führen einen näher zu der meiner Ansicht nach interessanteren und für den zukünftigen Beruf relevanteren Thematik der Körperfunktionen des Menschen.

Biochemie

Für die Biochemie gibt es auch hier neben den Vorlesungen Seminare, wobei ich sagen muss: Es kommt hier wirklich auf die Person an, die das Seminar gestalten darf (ohne jemanden bestimmten zu nennen, da jeder seine persönliche Schwerpunktsetzung und Lehrweise hat, die dem einen mehr dem anderen weniger gefällt bzw. er so mehr oder weniger davon mitnimmt ). Es nützt aber definitv wenig, diese zu besuchen, wenn man sich nicht einen Überblick über das Thema geschaffen hat(da man ansonsten kaum mitkommt und schnell abschaltet).
Biochemie beinhaltet viel Faktenwissen, da man einfach lernen muss aus welchen Stoff welcher durch welches Reaktion usw. entsteht. Man muss sich bestimmte Reihenfolgen merken und Namen, die oft auch sinnvoll gewählt sind, aber manchmal gibt es Begriffe oder Systeme, die weniger leicht zu merken sind. Hier empfiehlt sich viel eher als bei den Inhalten anderer Fächer Eselsbrücken auszudenken. Je ausgefallener (sie teilweise auch mit eigenen Erinnerungen, Witzen oder Ähnlichem zu verbinden fördert das ganze Prinzip) die Idee umso länger bleibt sie erhalten.
Hier kann man sich schon mal im Vorfeld die Aufgaben der Altklausuren angucken, um Schwerpunkte zu erkennen.

Physiologie

Bei der Physiologie hat man neben Vorlesung und Seminar (für die das gleiche gilt wie für die Biochemieseminare) auch noch ein Praktikum, für die es eine gesonderte Klausur gibt (beide werden aber am gleichen Tag geschrieben!!!) Vor einigen (von den Professoren in letzter Minute ausgewählten) Praktikumsterminen hat man einen unangekündigten Test aus 5 Fragen (keine Multiple-Choice -> also bloß nichts Auswendiglernen sondern lieber die Vorlesungsnotizen und OLAT durchgehen!), dessen Punkte in die Bewertung mit einfließen. Hier gilt lerntechnisch ebenfalls: Ersteinmal einen guten Überblick schaffen.

Es sind durchaus sehr lernintensive Fächer, wobei Biochemie mehr das Auswendiglernen der jeweiligen Prozesse, Abläufe usw. bedeutet und es bei Physiolgie eher um ein Art Grundverständnis geht. Je mehr man von Anfang an mitnimmt, desto einfacher wird es im Nachhinein. Ein Grundverständnis hier aufzubauen, ist bei diesem Fach wie eine Art Fundament. Wenn dieses gut aufgebaut ist (man es soweit verstanden kann,dass man es wirklich reproduzieren kann), kann man darauf gut aufbauen. Ansonsten können sich hier sehr leicht Verständnislücken bilden und das Lernen im Nachhinein erschweren.

Hier sei empfohlen, für das Grundverständnis eines Themas ein Kurzlehrbuch zu nehmen und sich erst einzulesen, anschließend alles nicht verstandene als Fragen zu notieren und diese entweder selbst zu bearbeiten(und hier verweise ich was die Physiologie zumindest angeht definitiv auf den Silbernagl) oder in den Seminaren die Chance zu ergreifen, nachzufragen. In allen 3 Klausuren der beiden Fächer gibt es 30 Fragen, wobei man bei der Biochemie 60 Prozent der Fragen richtig beantwortet haben muss.
In der Physiologie hat man die 2 Blöcke pro Semester,wobei man über 2 Semester mind. 40 Punkte im Seminar und 54 Punkte im Praktikum erreichen muss(Beide Grenzen machen 60 % der maximalen Punktzahl aus)
Bei der Seminarklausur kann man neben den 30 Punkten 3 Punkte aus dem Seminar bekommen, wenn man sich gut beteiligt (außerdem muss man ein 15 minütigen Vortrag halten - für dieses darf man sich das Thema aussuchen und sich eintragen).
Für das Praktikum gelten ebenfalls 30 Punkte, zusätzlich dazu kommen maximal 15 Punkte aus den 3 Testaten die man an den 3 Terminen absolviert. Also: Je besser man hier abschneidet desto leichter hat man es im darauffolgenden Semester.

(sm) (2017)
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