Navigation:
Du befindest dich hier:
› aktuelle Seite

Moderne Fremdsprachen, Kulturen und Wirtschaft

Kurzbeschreibung des Studienganges

Der Bachelor-Studiengang Moderne Fremdsprachen, Kulturen und Wirtschaft (MFKW) mit dem Abschluss Bachelor of Arts wird an der Justus Liebig Universität in Gießen angeboten. Zuvor war dieser Studiengang unter dem Namen "Angewandte Fremdsprachen und Wirtschaft" mit einem Diplom Abschluss bekannt, allerdings wurde auch dieser Studiengang im Zuge der allgemeinen Anpassung an internationale Standards an Deutschlands Hochschulen umgestellt.

MFKW setzt sich aus einem Hauptfach und zwei Nebenfächern zusammen. Im sprachlichen Hauptfach kann zwischen Englisch, Spanisch, Französisch und Russisch gewählt werden. Im sprachlichen Nebenfach kann man sich neben den oben genannten Sprachen auch noch für Portugiesisch, Polnisch oder Tschechisch entscheiden.
Gleichnamige Sprachen können im Haupt- und Nebenfach nicht miteinander kombiniert werden.
Im wirtschaftlichen Nebenfach stehen BWL und VWL zur Auswahl.

Während des Studiums werden die so genannten Credits erworben. Zu studieren sind 19 vorgegebene Module, aus denen sich 180 Credits ergeben. Am Ende des sechs Semester dauernden Studiums wird eine Bachelor-Thesis im Hauptfach geschrieben.

Ein besonderer Teil des Studiums ist das Auslandssemester, das in der Regel im fünften Semester absolviert wird. Im Ausland können sowohl Kurse aus dem Hauptfach, als auch aus den Nebenfächern belegt werden,
die einem dann als Module an der JLU angerechnet werden können. Für den erfolgreichen Abschluss des Auslandssemester muss mindestens einen Kurs im Ausland bestanden werden.

Voraussetzungen

Der Studienbeginn ist jeweils nur zum Wintersemester möglich. Man bewirbt sich direkt bei der Justus Liebig Universität, da MFKW kein ZVS Studiengang ist und somit auch keinen NC hat. Zugangsvoraussetzung ist die Allgemeine Hochschulreife (= Abitur oder vergleichbarer Abschluss), Fachhochschulreife, Meisterprüfung oder die Hochschulzugangsprüfung für beruflich Qualifizierte.
Es gibt allerdings sprachliche Studienvorraussetzungen in Englisch, Spanisch und Französisch: Man muss in der Schule (Oberstufe + Abitur) entweder eine 3 im Leistungskurs oder eine 2 im Grundkurs gehabt haben, oder, falls das nicht der Fall war, ersatzweise einen TOEFL Test (Test of English as a Foreign Language), einen DELE Test (Diploma Español como Lengua Extranjera) oder einen DELF Test (Diplôme d’Etudes en Langue Française) mit einer bestimmten Punktzahl absolvieren.

Die Fächer im Überblick

Die Sprachen teilen sich in drei Teilbereiche auf: Literaturwissenschaft, Sprachwissenschaft (Linguistik) und Landeskunde. In der Literaturwissenschaft liegt der Schwerpunkt bei Literatur ab dem 19. Jahrhundert.
In der Sprachwissenschaft werden verschiedene Bereiche abgedeckt:
Zum Einen gibt es Vorlesungen und Seminare, in denen wichtige Bereiche der Sprachwissenschaft, wie zum Beispiel Psycholinguistik, Pragmatik oder Soziolinguistik, abgedeckt werden und zum Anderen gibt es die Fachsprache- und Sprachpraxiskurse. In Sprachpraxiskursen wird kreatives Schreiben, Grammatik, Übersetzung und vieles mehr geübt, während hingegen in den Fachsprachekursen Wert auf das Erlernen der Wirtschaftssprache gelegt wird. Aus allen möglichen wirtschaftlichen Bereichen werden Kurse angeboten, wie zum Beispiel Tourismus, Organisation und Führung, Entwicklungsländer, PR und Eventmanagement, um nur ein paar zu nennen.
Diese Kurse sind besonders wichtig, da sie einem den Wortschatz bieten, den man nicht in einer Literatur- oder Linguistikvorlesung erhalten kann.
In den Literaturkursen wird überwiegend Deutsch gesprochen, in allen anderen Kurse meist die Fremdsprache, denn die meisten Dozenten sind auch Muttersprachler in der jeweiligen Sprache. Dadurch erlernt und beherrscht man die Sprachen natürlich noch schneller und wird auch selber dazu motiviert, in der jeweiligen Sprache zu sprechen, bzw. Präsentationen zu halten oder Hausarbeiten zu verfassen.

Das Auslandssemester

Das obligatorische Auslandssemester ist ein wichtiger Teil des Studiums. Wie soll man eine Sprache beherrschen, wenn man nicht wenigstens ein Mal für längere Zeit in einem Land war, in dem man sowohl die Fremdsprache, als auch die Kultur intensiv kennen-lernen konnte?
Je nach Hauptfach entscheidet man sich für das Zielland. In Englisch kämen hier zum Beispiel die USA, Kanada, Großbritannien, Irland, Neuseeland oder Australien infrage, allerdings hat man noch viele weitere Möglichkeiten, wie zum Beispiel Hawaii oder Jamaika.
Auch mit spanischem Hauptfach bieten sich viele Möglichkeiten, wie zum Beispiel Lateinamerika (Argentinien, Mexiko, Kolumbien etc.) oder Spanien.
Das Auslandssemester muss nicht zwangsweise in einem Land absolviert werden, in dem die Sprache auch Amtssprache ist, die Hauptsache ist, dass sie an der Auslandsuniversität gesprochen wird. So könnte man als Hauptfächler Englisch sein Auslandssemester zum Beispiel auch in Alicante, Spanien, machen, da dort die Kurse auf Englisch gehalten werden. Wenn man Nebenfächler in Spanisch ist, mag das sogar ganz praktisch sein, wenn man sich zum Beispiel in Englisch schon "sicher" fühlt (durch einen vorherigen Auslandsaufenthalt o.ä.).
Man kann sich entweder für einen Platz an einer der vielen Partnerunis der JLU bewerben, oder über eine Organisation wie zum Beispiel college-contact.com oder ganz individuell bei der Uni direkt.
Durch die internationale Ausrichtung dieses Studienganges ist das Auslandssemester unabdingbar und nebenbei natürlich auch eine einmalige Erfahrung. Man lernt Land und Leute kennen, erfährt, wie die Dinge an anderen Universitäten so ablaufen und kann den kompletten, ausländischen Alltag erleben. Man ist also nicht länger Tourist, sondern "Mitbürger auf Zeit" im jeweiligen Land.

Abschluss und Berufsaussichten

Nachdem man alle vorgeschriebenen Module abgeschlossen und das Auslandssemester erfolgreich absolviert hat, schreibt man eine Bachelorarbeit, die so genannte Bachelor-Thesis. Sie bezieht sich auf eines der besuchten Module und der Bearbeitungszeitraum beträgt drei Monate. Die Thesis besteht aus einem schriftlichen Teil und einer mündlichen Präsentation, die vor einem Kolloquium gehalten wird. Die Bachelor-Thesis zählt im Vergleich zu den über den gesamten Studiumzeitraum erbrachten Noten bzw. Credits dreifach.
Nach einem erfolgreich abgeschlossenem Studium erhält man den Bachelor of Arts. Danach hat man zwei Möglichkeiten: Entweder man macht noch seinen Master im gleichnamigen Studiengang an der JLU oder sogar an einer ausländischen Universität, oder man fängt direkt an zu arbeiten.
Die Möglichkeiten für Letzteres sind hierbei weit gefächert, ob in öffentlichen oder privaten Institutionen: Auf er einen Seite kann man natürlich mit Augenmerk auf die Sprachen in die verschiedensten sprach-, literatur- oder kulturorientierten Bereiche eintreten, somit also in Berufsfelder wie Kulturmanagement, Wissenschaft, Journalismus oder Verlagswesen, auf der anderen Seite kann man auch direkt in die Wirtschaft "einsteigen". Außenhandel, Vertrieb, internationale Projektierung, Public Relations oder Marketing sind nur einige Beispiele. Durch das im Studium, bei Praktika und im Ausland erworbene Wissen, fällt einem der Einstieg in die Berufswelt nicht sonderlich schwer und man kann dann endlich sein über das Studium angeeignete Wissen in die Tat umsetzen.

Verschiedenste renommierte Unternehmen sind mit dem Studiengang MFKW vertraut und schätzen die ausgewogene Kombination von Sprachen und Wirtschaft und die verschiedensten Kompetenzen, die man bei diesem besonderen Studiengang erwirbt. Deswegen bieten sie speziell für Studenten dieses Studienganges jedes Jahr Praktika an, bei denen man sein Wissen erweitern kann, wertvolle Erfahrungen sammelt und vielleicht schon einen prägenden Eindruck bei einem eventuellen, zukünftigen Arbeitgeber hinterlassen kann.
MFKW ist also ein Studiengang, der sich für all diejenigen eignet, die von Fremdsprachen und fremden Kulturen fasziniert sind, jedoch auch an Wirtschaft interessiert sind. Verschiedenste Fähigkeiten werden in diesem Studiengang geschult und das praxisnahe und berufsorientierte Lernen macht einem den Einstieg in erste Praktika und später in das Berufsleben einfach.

Dieser Artikel wurde uns freundlicherweise von Sylvia Hildebrandt zur Verfügung gestellt.

Die neuesten Foreneinträge


Die neuesten Studienplatztausch Anzeigen




Die [uni-pur.de]-Umfrage

Ist es schwer, einen Studentenjob zu bekommen?



Die neuesten Studentenjobs

Copyright 2005-2017 [uni-pur.de]

Datenschutz