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Studiengang Medizin - die wichtigsten Fachgebiete

Jeder Medizinstudent muss sich im Laufe seines Studiums immer wieder mit einer kleinen, aber bedeutsamen Frage auseinandersetzen: „Was kommt danach?“

Für viele ist klar: Auf jeden Fall eine Weiterbildung zum Facharzt, insgesamt also nochmal mindestens fünf Jahre oben drauf. Doch die Medizin ist ein weites Feld und nicht wenige verlieren schnell den Überblick über all die Fachgebiete und Spezialisierungsmöglichkeiten, die sich bieten. Augenarzt oder Internist, Gynäkologe, Pneumologe, Kinderarzt oder doch lieber Allgemeinmediziner? Für nahezu jeden Facharzt bieten sich Arbeitsmöglichkeiten in Krankenhäusern, Praxen oder auch in Forschung und Lehre. Doch das Spektrum ist groß und alles andere als überschaubar.

Damit du dennoch einen Eindruck davon erhältst, welche Vielfalt an Fachgebieten die Medizin bereithält, stellen wir dir hier einige vor:

Allgemeinmedizin

Als Allgemeinmediziner stellst du meist die erste Anlaufstelle für einen Patienten mit Beschwerden dar. Ob Kopfschmerzen, Übelkeit, Hautausschlag oder Schwindelgefühl, der erste Ansprechpartner bist du. Das verlangt ein umfassendes Wissen in allen Bereichen und die Fähigkeit, entscheiden zu können, inwieweit dem Patienten mit Medikamenten zu helfen ist oder aber ob eine Überweisung zum Spezialisten notwendig ist. Als Hausarzt mit eigener Praxis kennst du viele deiner Patienten sowie ihr soziales Umfeld und kannst
dich so auch oft auf zwischenmenschlicher Basis besser ihren Bedürfnissen anpassen.

Anästhesiologie

Fachärzte für Anästhesiologie arbeiten überall dort, wo operative Eingriffe stattfinden. Sie sind zuständig für die Betäubung sowie die Überwachung der Lebensfunktionen des Patienten während der gesamten Operation. Außerdem sorgen sie für die erforderliche Medikation vor und nach der Operation.

Gynäkologie und Geburtshilfe

Gynäkologen sind auf die Behandlung von Frauen mit geschlechtsspezifischen Erkrankungen oder Beschwerden spezialisiert. Außerdem begleiten und unterstützen sie ihre Patientinnen bei Schwangerschaftsplanung, Schwangerschaft und Geburt wie auch in der Zeit danach. Innerhalb des Fachgebietes Gynäkologie besteht die Möglichkeit einer weiteren Spezialisierung auf Bereiche wie zum Beispiel die Gynäkologische Onkologie, die sich mit Tumorerkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane befasst.

Innere Medizin

Die Innere Medizin beschäftigt sich mit allen Erkrankungen rund um innere Organe, Immunsystem, Infektionen, Blut und auch Lymphsystem. Innerhalb dieses Bereiches besteht eine Vielzahl an verschiedenen Facharztweiterbildungen, wie zum Beispiel die zum Pneumologen (Lungenfacharzt), Kardiologen (Herzfacharzt), Hämatologen (Blutfacharzt) oder auch Nephrologen (Nierenfacharzt).

Kinder- und Jugendmedizin

Als Kinder- und Jugendarzt behandelst du, wie der Name schon sagt, Gesundheitsstörungen bei Kinder und Jugendlichen, die von einem gewöhnlichen Schnupfen bis zu alterstypischen Kinderkrankheiten wie Windpocken reichen können. Darüber hinaus spielt auch die psychische Verfassung deiner kleinen Patienten immer wieder eine Rolle: es ist wichtig, dass du diese ebenfalls nicht außer Acht lässt und bei Verhaltensauffälligkeiten möglichen Ursachen auf den Grund gehst und unterstützend tätig wirst.

Neurologie

Im Gegensatz zum Neurochirurgen gehören für den Neurologen nichtoperative Erkrankungen des Nervensystems zu seinen Aufgaben, wie zum Beispiel Parkinson und Mutiple Sklerose, aber auch Depressionen und Alzheimer. Meist steht hierbei nicht die Heilung, sondern die Linderung der Beschwerden im Vordergrund.

Ophthalmologie

Auch simpel „Augenarzt“ genannt, dreht sich beim Ophthalmologen alles um das Auge, Erkrankungen des Sehorgans ebenso wie das Diagnostizieren und behandeln von Sehschwächen.

Oto-Rhino-Laryngologie

Wunderschöner Name für den doch eher als „Hals-Nasen-Ohrenarzt“ bekannten Spezialisten. Ob Probleme mit den Nebenhöhlen, Mittelohrentzündung, Gleichgewichtsstörungen oder Schwerhörigkeit: alles rund um Hals, Nase, Ohren fällt in seinen Zuständigkeitsbereich.

Pathologie

Der Beruf des Pathologen wird gerne mit dem des Rechtsmediziners gleichgesetzt, doch beide durchlaufen eine eigene Facharztausbildung. Aufgabe des Pathologen ist außerdem in vielen Fällen nicht die Klärung der Todesursache, sondern die Untersuchung kranken oder auffälligen Gewebes, um Ursache, Verlauf und Art von Erkrankungen zu diagnostizieren, zum Beispiel, um bösartige Tumoren zu erkennen und mit den behandelnden Ärzten anderer Fachbereiche über geeignete und notwendige Therapiemaßnahmen zu entscheiden. Es sind weitere Spezialisierungen innerhalb der Pathologie möglich, beispielsweise auf Lungenpathologie oder Hämatopathologie (Untersuchung von Bluterkrankungen).

Psychiatrie und Psychotherapie

Zum Alltag des Psychiaters gehören psychische, psychosomatische (durch psychische Ursache entstandene, sich in körperlichen Beschwerden ausdrückende) und auch neurologische Erkrankungen. Ihm steht eine Vielzahl von Therapiemethoden zur Verfügung, die von psychotherapeutischen bis hin zu medikamentösen Maßnahmen reichen. Außerdem bieten sich auch hier weitere Spezialisierungsmöglichkeiten, unter anderem im Bereich der forensischen Psychiatrie, die sich mit der Untersuchung und Behandlung psychisch kranker Straftäter beschäftigt.

Rechtsmediziner

Das durch Filme und Bücher wohl bekannteste Aufgabenfeld des Rechtsmediziners besteht in der Obduktion von Leichen, um Fragen nach Todeszeitpunkt und –ursache zu beantworten sowie, im Falle eines Gewaltverbrechens, nach Indizien für die Identität des Mörders zu suchen.
Doch neben der Untersuchung von Toten beinhaltet der Beruf des Rechtsmediziners ebenfalls die Begutachtung Lebender, wie zum Beispiel Vergewaltigungsopfern oder körperlich misshandelten Kindern.

Urologie

Anders als oft angenommen, ist der Urologe nicht ausschließlich auf männliche Patienten spezialisiert. Zwar gehören zu seinem Aufgabenfeld auch die Untersuchung und Behandlung von Gesundheitsbeschwerden rund um die männlichen Geschlechtsorgane wie Penis, Hoden, Nebenhoden und auch Prostata. Doch darüber hinaus beschäftigt er sich ebenfalls mit den Harnorganen wie Nieren, Harnleiter, Harnblase und Harnröhre. In diesem Fall zählen also auch Frauen zu seinen Patienten.

Zahnmedizin

Im Gegensatz zu allen oben vorgestellten Tätigkeiten setzt die des Zahnarztes beziehungsweise Fachzahnarztes ein Studium der Zahnmedizin und nicht der Humanmedizin voraus. Es handelt sich also um ein von Anfang anderes Studienfach.
Der Zahnarzt untersucht Mund, Kiefer und Gebiss und behandelt Beschwerden wie Karies, Fehlstellung der Zähne und Zahnfleischerkrankungen.
Es besteht die Möglichkeit weiterer Spezialisierungen als Fachzahnarzt in Bereichen wie Kieferorthopädie oder Zahnärztlicher Chirurgie.
Besonders Ehrgeizigen bietet sich außerdem die Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgie an, die neben einem Zahnmedizinstudium zusätzlich ein Studium der Humanmedizin voraussetzt.

Links

Für ausführlichere Informationen bietet die Bundesagentur für Arbeit eine detaillierte Aufstellung nahezu aller Berufsgruppen an. Hier könnt ihr euch genauere Beschreibungen zu Ausbildung, Tätigkeitsfeldern und Weiterbildungsmöglichkeiten ansehen:
berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/index.jsp

Annika Hempelmann (10/2012)

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