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Studiengang Politikwissenschaft B.A.

Grundsätzliches

Wenn man sich mit Politik auseinandersetzt, merkt man relativ schnell, dass der entscheidende Faktor in allen politischen Prozessen „Macht“ in jeglicher Form ist. Deswegen könnte man auch sagen Politikwissenschaft bedeutet das Studium von Macht und von allen Prozessen, die damit verbunden sind. Dabei konzentriert man sich meistens auf den öffentlichen Raum – Politik bedeutet dann also die Gestaltung gesellschaftlichen Lebens. Dies wird in der Politikwissenschaft, auch Politologie, auf wissenschaftlicher Ebene betrachtet und analysiert. Dabei geht es nicht nur darum, zu verstehen, warum die Realität ist, wie sie ist, sondern auch diese zu bewerten und Modelle zu entwickeln, wie diese sein könnte bzw. sein sollte.

Der Studiengang Politikwissenschaft befasst sich dabei mit den politischen Institutionen im Staatsapparat wie Parteien und Regierung (auch: polity), politischen Prozessen, also den Machtmechanismen und –strategien (auch: politics) und den Inhalten politischer Programme in den verschiedenen Politikfeldern (auch:policy).
Zwar ist die Politikwissenschaft eine eigene Wissenschaft, aber da diese erst nach dem 2.Weltkrieg (in Deutschland) entstanden ist, sind die Nachbardisziplinen Ökonomie, Soziologie und Rechtswissenschaft von entscheidender Bedeutung, da sich die Politologie ihrer Methoden bedient und bis heute stark von ihnen beeinflusst bleibt.

Inhalte

Die
Inhalte des Studiengangs variieren leicht von Universität zu Universität, grundsätzlich aber befasst man sich mit den folgenden Teildisziplinen:
  1. Politische Theorie, also hauptsächlich die normative Auseinandersetzung mit Politik und Gesellschaft und wie diese sein sollte. Dabei behandelt man die wichtigsten Denker und Modelle im Laufe der Geschichte.
  2. Vergleichende Politikwissenschaft, also die vergleichende Analyse politischer Systeme und Prozesse in den Staaten der Welt.
  3. Internationale Beziehungen, also die Untersuchung politischer Zusammenhänge auf internationaler Ebene.
  4. Politikfeldanalyse, also die Betrachtung von konkreten Politiken in einem Bereich wie z.B. Umwelt, deren Umsetzung und Auswirkungen.
  5. Methoden und Statistik, hier eigentlich die Methoden der Soziologie, also wie man Forschung gestaltet und Zusammenhänge misst.
Im Laufe des Studiums lassen sich Schwerpunkte in einem oder mehreren dieser Bereiche setzen (abhängig von der Hochschule).

Voraussetzungen

In jedem Fall sollte in grundsätzliches Interesse an gesellschaftlichen und politschen Entwicklungen bestehen. Daneben ist ein gewisses analytisches Verständnis sehr vorteilhaft. Da man in diesem, wie in den meisten sozialwissenschaftlichen Studiengängen, viel lesen muss, ist die Bereitschaft zu selbstständigem Arbeiten (also v.a. lesen) notwendig. Ansonsten sind die verlangten Fähigkeiten eher durch das angestrebte Berufsfeld bestimmt.
Außerdem erwarten viele Universitäten gute Englischkenntnisse.

Perspektiven (Master+Berufe)

Es bietet sich an, nach dem Bachelor-Abschluss einen Masterstudiengang zu absolvieren, mit dem man sich spezialisieren und eigene Schwerpunkte setzen kann, denn die Tauglichkeit des Bachelor-Abschlusses für den Berufsalltag ist noch nicht weitgehend erprobt, sodass man mit einem Master-Studium auf jeden Fall auf Nummer sicher geht. Mit dem Master eröffnen sich viele neue Möglichkeiten: Neben Studiengängen, die sich auf einen Teilbereich der Politik konzentrieren (wie Sozialpolitik), gibt es einige interessante fächerübergreifende Angebote (hier sind v.a. die Internationalen Beziehungen beliebt – meist eine Kombination aus Politik, Wirtschaft und Recht). Beruflich bietet ein Studium der Politikwissenschaft viele Möglichkeiten, aber um auf dem Arbeitsmarkt gute Chancen zu haben, sollte man versuchen schon während des Studiums Einblicke in das angestrebte Berufsfeld zu gewinnen. Klassischerweise ist das Berufsfeld Journalismus begehrt, genauso gibt es allerdings die Möglichkeit in internationalen Organisationen zu arbeiten oder auch in der Privatwirtschaft.

Die Uni Bremen

Das politikwissenschaftliche Institut in Bremen hat einen ausgezeichneten Ruf. Neben einigen Koryphäen, die hier dozieren, ist die Lehre absolut empfehlenswert. Die meisten Dozenten sind sehr bemüht um ihre Studenten und engagiert, wenn es darum geht, Probleme zu lösen. Außerdem werden Auslandsaufenthalte unterstützt und es gibt viele spannende Lehrangebote. Zwar bietet Bremen keine politische Infrastruktur, die beispielsweise mit Berlin vergleichbar wäre, dafür werden die Klausuren aber während des Semesters geschrieben, sodass man in den Semesterferien ohne Probleme ein Praktikum außerhalb Bremens machen kann.




Dieser Text wurde uns freundlicherweise von Carolin Haentjes zur Verfügung gestellt
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