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Studiengang Bildhauerei

Nach dem Abitur stellte sich mir wie so vielen die Frage: Wie geht's weiter?

Diese Entscheidung zu treffen, fiel mir nicht schwer, denn ich wollte weiterhin künstlerisch arbeiten, mich wie bisher mit Kunstgeschichte auseinandersetzen und gleichzeitig die Freiheit haben, mir für die Realisation meiner Arbeiten jedes Medium auswählen zu dürfen.

Über das Internet (www.kunsthochschule.org) lernte ich die verschiedenen Kunsthochschulen Deutschlands erstmals aus der Ferne kennen, informierte mich über Professoren, ihre Arbeiten und Arbeitsweisen, bevor ich mich zu einer kleinen Rundreise, die Skizzenbücher der letzten Jahre und Fotos meiner Arbeiten im Gepaeck, fuenf Kunsthochschulen meiner Wahl anvisierend und Gespraeche mit den dortigen Professoren anstrebend, aufmachte.

Schon zu diesem Zeitpunkt stellte ich fest, dass die Art und Weise über Arbeiten zu sprechen, sich von Professor zu Professor unterschied.
Meiner Meinung nach ist es am wichtigsten und nuetzlichsten zu wissen, wo man selbst hin will, um sich danach den passenden Professor und die geeignete Hochschule auszusuchen.

Nach meiner Rundreise meldete ich mich an meiner favorisierten Kunsthochschule zur Eignungspruefung an. Um an der Pruefung teilnehmen zu dürfen, muss eine Mappe mit ca. 20 eigenen Arbeiten die Sichtung durch die Professoren
bestehen, bevor die dreitaegige Pruefung, während der die Befaehigung zum Studium festgestellt werden soll und die mit einem Gespraech mit den Professoren endet, beginnen kann.

Um an einer Kunsthochschule angenommen zu werden, sind sowohl Talent als auch Disziplin nötig. Man braucht keine glänzenden Zeugnisse und kann bei besonderer Begabung auch ohne Abitur studieren.

Das Studium selbst gliedert sich in Grund- und Hauptstudium, wobei das zweijaehrige Grundstudium, das mit dem Vordiplom abschliesst, je nach Hochschule unterschiedlich gestaltet sein kann, weswegen es wichtig ist sich vorweg über die verschiedenen Kunsthochschulen zu informieren. Das Hauptstudium schließt mit einer theoretischen und einer praktischen Diplomarbeit ab.

Das Vordiplom und auch das Diplom abzulegen ist durchaus zu schaffen; die zu besuchenden Vorlesungen sind für jederman verständlich und die notwendige Anzahl von Scheinen bekommt man im Verlauf des Studiums auch zusammen; jedoch muss man für gewöhnlich selbst für seine Materialkosten aufkommen, was je nach Arbeit und Medium ganz schön ins Geld gehen kann.

Ich persönlich würde allein der Erfahrung wegen jederzeit nochmals Bildhauerei studieren, jedoch sind die Zukunftsperspektiven in diesem Bereich recht bescheiden, so dass man sich vorab genau überlegen sollte, ob man solch ein Risiko eingehen möchte.

Ich selbst habe an der Kunshochschule Berlin- Weissensee studiert. Dort ist das Studium in in zwei Abschnitte unterteilt. Das Grundstudium erstreckt sich ueber zwei Jahre und schliesst mit dem Vordiplom ab. Waehrend des ersten Semesters besucht man Vorlesungen in A>natomie. Kunst- und Kullturgeschichte; ausserdem hat maan verschiedene zweiwoechige praktische Kurse, z. B. Performance, Plastik, Aktzeichnen und freies Zeichnen, die in kleinen Gruppenstattfinden und die sich aus Studenten der verschiedenen Fachrichtungen, wie Mode-, Produkt-, Kommunikations-, Textil- und Flaechendesign, Bildhauerei und Malerei zusammensetzen, so dass man schon im ersten Studienjahr damit beginnen kann sich ein Netzwerk zu erschaffen.

Im zweiten Semester waehlt man aus den zuvor besuchten Kursen drei als Vertiefungskurse, mit deren Schwerpunkten man sich dann ueber einen laengeren Zeitraumintensiever auseinandersetzen kann.

Im dritten und vierten Semester arbeitet man schliesslich selbstaendig im Atelier, konsultiert die Professoren des eigenen Fachgebiets; man kann an Arbeitsgruppen und Projekten teilnehmen oder auch in der Gruppe Aktzeichnen und an Studienfahrten teilnehmen.

Spaetestens im vierten Semester sollte man jeweils eine Pruefung in Kunst- und Kulturgeschichte fuer das Vordiplom ablegen.

Jedes Jahr findet der sogenannte Rundgang statt, waehrend dessen sich die Professoren die im Laufe des Jahres entstandenen Arbeiten ansehen und bewerten. Im zweiten studienjahr fliesst diese Note mit in das Vordiplom ein.

Die Arbeitsweise des dritten und vierten Semesters setzt sich mit beginn des Hauptstudiums im fuenften Semester fort, jedoch hat man jetzt die Moeglichkeit sich Vorlesungen , die man besuchen moechte, auszusuchen.

Im gesamten Studienverlauf sind sechs Scheine zu machen, bevor man seine Diplomarbeitanmelden kann, was fruehestens anch dem achten Semester moeglich ist.

Die Diplomarbeit besteht zum einen aus einem praktischen und zum anderen aus einem theoretischen Teil, wobei man sich fuer jeden Beriech einen Professor suchen muss, , der einen auf dem Weg zur Diplomarbeit begleitet, bevor man vor eine Komission tritt und diese schliesslich vorstellt, vertritt und verteidigt.

Mirija Ivanovic studiert Bildhauerei.
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