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Studiengang Betriebswirtschaftslehre (BWL)

Break Even Punkt
Klassische Zeichnung im BWL Studium - der Break Even Point

Hallo liebe Abiturienten, hallo liebe Suchenden,

viele von Euch überlegen sich, nach dem Abi oder nach der Ausbildung zu studieren, manchmal weiß man gar nicht genau was und viele Leute entscheiden sich für BWL, weil es so naheliegend ist und man sich in viele verschiedene Richtungen entwickeln kann. An der Hamburger Uni ist das zumindest sicherlich ein Grund, warum sich jedes Semester 700-800 neuen Studenten für BWL einschreiben. Ich studiere auch BWL. Eigentlich wollte ich das nie studieren, aber nachdem ich eine Ausbildung als Steuerfachangestellte hinter mir hatte, war BWL eben auch "so nahe liegend". Ich gehörte dann auch zu einer unter 750 "neuen" in Hamburg an der Uni. So ganz ernst habe ich das Studium nie genommen, und es war nun gerade in Hamburg sehr verlockend, die Vorlesungen im Grundstudium (GS) zu schwänzen, weil man sich für alle Vorlesungen Skripte und Klausuren mit Lösungen besorgen konnte. So kann das ganze fast zum Fernstudium werden. Manche Vorlesungen sind aber sehr beliebt, z.B. die Statistik Vorlesungen. Die Klausuren in Statistik und Mathe (haben die Profs immer betont)
waren schon für viele BWLer ein Scheiterungsgrund. Wenn man 3x durchfällt ist man "raus". Also hört man die Vorlesung "noch mal und noch mal". Dadurch waren die Bedingungen an der Hamburger Uni nicht immer die Besten, weil es einfach so viele Studenten waren, die bestimmte Vorlesungen "hören" wollten, die Räume aber einfach zu klein waren.

Ich kann jedem nur empfehlen, vor dem Studium eine kaufmännische Ausbildung zu machen! Das schafft einem die nötigen Grundlagen, die in den BWL Vorlesungen teilweise vorausgesetzt werden und nicht mehr großartig vertieft werden.

Mich hat es allerdings sehr gestört, dass ich für das GS effektiv nur 3 BWL und 3 VWL Scheine schreiben musste. Daneben 2x Mathe, 3x Statistik, 2x EDV. Manchmal hatte ich das Gefühl, nur noch Mathe und Statistik zu lernen. Für meinen Beruf, den ich nebenbei noch ausgeführt habe, habe ich fast nichts gelernt. Insgesamt mussten für das GS 18 Scheine bestanden werden. Neben den oben genannten noch 3 Recht Scheine, die ich auch interessant fand, Buchführung und "Proseminar". Für Buchführung musste ich aufgrund meiner Vorkenntnisse gar nicht lernen. Auch in Recht und BWL hatte ich große Vorteile! Aber wie gesagt, die Mathe und Statistik Klausuren sind nicht zu unterschätzen, das sollte jedem klar sein.

Im Nachhinein rate ich jedem, sich nicht einfach nur für BWL einzuschreiben, weil es "so nahe liegend" ist! Man muss das wirklich wollen, dann macht es auch mehr Spaß! Ich habe mein GS in Hamburg nicht in der Regelstudienzeit geschafft, weil ich alles eben nicht sehr ernst genommen habe und ich an allem keinen Spaß hatte. Es ging aber auch vielen anderen so wie mir.

Wenn man sich aber wirklich dafür entscheidet, ist das BWL Studium gut zu schaffen. Es ist auch durchaus möglich, nebenbei 1-2 Tage die Woche zu arbeiten und sich sein Geld zu verdienen.

Heute studiere ich an der ehemaligen FH in Lüneburg (jetzt Uni Lüneburg). Dort bin ich im Hauptstudium und es macht mir viel Spaß! Endlich lerne ich auch etwas, was mich in meinem Beruf weiter bringt! Mathe und Statistik sind vergessen, obwohl die Grundlagen natürlich immer wieder durchkommen in den Vorlesungen. Im HS kann man sich wirklich in viele verschiedene Richtungen entwickeln, das ist das Gute an BWL. Rechnungswesen, Controlling, Marketing, Logistik, Finanzdienstleistungen und E-Business sind die Studienrichtungen im HS, für die man sich in Lüneburg entscheiden kann.

Ich empfehle jedem, der gerne schwänzt und ein bisschen Druck zum Lernen braucht, an eine FH zu gehen. Dort ist es kleiner und übersichtlicher. Man ist wie im "Klassenverband", knüpft auch schneller Kontakte und man fühlt sich verantwortlich zur Vorlesung zu gehen, weil andere dort auf einen warten. Das Lernen fällt auch leichter.

Ein weiterer Vorteil an der FH sind die zwei vorgeschriebenen Praxissemester. Eins im GS und das zweite im HS. Dadurch kann man auch ohne vorherige Ausbildung Praxiserfahrungen sammeln, bevor man mit dem Studium fertig ist. Das macht natürlich auch bei späteren Bewerbungen einen guten Eindruck.

So, ich hoffe, ich konnte allen, die noch Zweifeln etwas helfen. Mein Fazit: BWL - ja, wenn man es wirklich will, aber nicht, weil es eine "Notlösung" ist!

Bewerbung für ein BWL-Studium

Bei fast allen Unis muss man sich direkt bewerben. Bei den meisten Unis gibt es dafür ein Online-Verfahren in der Bewerbungszeit. Informationen zu den Bewerbungen und zu den Zulassungsvoraussetzungen stehen auf den Homepages der Unis. Eine Ausnahme: Die Bewerbung für ein BWL-Studium (Bachelor) an der Uni München läuft für das Wintersemester 2009/2010 über das Serviceverfahren der ZVS. Mehr Infos zum Ablauf des Serviceverfahrens findet ihr in unserem Text über die ZVS.

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