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Studiengang Psychologie - eine Einführung in das Psychologiestudium

"Die große Frage, die ich trotz meines dreißigjährigen Studiums der weiblichen Seele nicht zu beantworten vermag, lautet: Was will eine Frau?"
(Sigmund Freud)


Intro

Männliche Psychologiestudenten haben es wirklich nicht einfach. Es wird ihnen beständig vorgeworfen das Studium der Psychologie aus niederen Beweggründen aufgenommen zu haben. Und es ist wahr! Wir (und damit meine ich die breite Masse der männlichen Psychologiestudenten) studieren unsere Disziplin nur aus einem Grund, aus einem elementaren Streben heraus: Die Frauen zu verstehen und sie anschließend zu kontrollieren. Wenn wir das erreicht haben, machen wir uns an das nächste von Größenwahn gezeichnete Ziel:
Die alleinige Weltherrschaft.

Aber auch der weibliche Part, steht einigen sozialen Barrieren gegenüber. Die Vorwürfe sind ähnlich: Psychologiestudentinnen wollen ausschließlich, und das möchte ich hier noch einmal bekräftigen, ausschließlich, wirkungsvolle Instrumente erlernen, um ihre Freunde kontrollieren zu können.

Darüber hinaus haben wir (und damit meine ich jetzt sowohl den weiblichen, als auch den männlichen Part) alle „einen Schlag“, sind „kontaktgestört“ und haben im späteren Leben die mit großem Abstand höchste Selbstmordrate. Viel Spaß!
Wenn ihr euch dennoch für diesen
wunderschönen Studiengang entscheidet, werdet Ihr mit Sicherheit nicht enttäuscht. Gerade die Vielschichtigkeit dieser Disziplin, mit seiner Stellung zwischen Bio-, Kultur- und Sozialwissenschaften, sowie das mannigfaltige Berufsangebot nach dem Abschluss zum Diplom Psychologen, machen das Studium zu einem Erlebnis. Aber halt! Bevor Ihr jetzt aufspringt und euch bei der nächsten Universität einschreibt, gibt es noch ein paar Hürden zu nehmen.

Zugangsvoraussetzungen

Die Studienplätze für ein Psychologiestudium (Abschluss Diplom) werden über das klassische ZVS-Verfahren vergeben. Ihr müsste euch also direkt bei der ZVS bewerben. Mehr Infos zum Ablauf des klassischen ZVS-Vergabesystem findet ihr in unserem Text über die ZVS. Die Studienplätze für einen Studienplatz mit einem Bachelor-Abschluss an den Unis Darmstadt, Erlangen-Nürnberg, Koblenz-Landau, Mainz, Regensburg und Würzburg werden über das Serviceverfahren der ZVS vergeben. Mehr Infos zum Ablauf des Serviceverfahrens findet ihr in unserem Text über die ZVS. Neben den formalen Kriterien eurer Bewerbung bei der ZVS müsst ihr bei einigen Universitäten noch zusätzlich spezielle Unterlagen einreichen. Über den genauen Ablauf einer Bewerbung informiert man sich aber am besten bei den entsprechenden Universitäten selbst.

Besondere Schulfächer müsst ihr für einen erfolgreichen Start eures Psychologiestudiums nicht belegt haben. Hilfreich sind in jedem Fall Biologie und Mathematik. Englisch ist Pflicht, um die oft anglistische Fachliteratur zu verstehen … aber keine Angst … mittlerweile gibt es zu fast jedem Buch eine gute deutsche Übersetzung.
Noch ein Wort am Rande. Solltet ihr einen Studienplatz für Psychologie erhalten, so unterschätzt nicht die Komplexität der Materie. Im Moment habe ich 32 Semesterwochenstunden und wirklich ordentlich zu tun. Aber trotz, oder gerade wegen des teilweise immensen Aufwands (den man sich machen kann, aber nicht unbedingt muss) wird man für seine Mühen mit einem wunderbaren Studiengang entlohnt.

Die Qual der Wahl

Freiburg, Konstanz, Bamberg und Jena gehören mit Sicherheit zu den attraktivsten Universitäten, wenn es euch um die Qualität des Studiengangs geht. Wer es lieber etwas Größeres mag, sollte sich mal Berlin oder München anschauen. Von Regensburg und Erlangen würde ich persönlich eher abraten.
Wenn Ihr zu den „Überfliegern“ gehört, die die NC Grenze „locker“ knacken und die sich deshalb eine Uni aussuchen können, ein Tip, schaut euch die Unis auf jeden Fall vorher an, setzt euch am besten in ein paar Vorlesungen und redet mit den Studenten vor Ort. Es gibt auch die Möglichkeit eines Studienplatztausches – noch vor Beginn des eigentlichen Studiums, also in der Zulassungsphase – um an den Ort seiner Wahl zu kommen. Googelt einfach mal den Begriff, wenn Ihr euch dafür näher interessiert.

Studienablauf

Die vorgesehen Studiendauer beträgt je vier Semester für das Grund- und das Hauptstudium, dazu kommt ergänzend ein Semester für die Abschlussprüfung, inklusive der berüchtigten Diplomarbeit.

Grundstudium

Der Fächerkatalog im Grundstudium ist an den meisten Universitäten weitgehend einheitlich und umfasst in der Regel folgende Gebiete
  • Die Psychologische Methodenlehre befasst sich mit der gesamten Bandbreite des Instrumentariums psychologischen Erkenntnisgewinns. Sie stellt die Verfahren, bzw. das Handwerkszeug bereit um in den anderen Teildisziplinen empirisch gesicherte Erkenntnisse zu erhalten. Hier findet man auch die gefürchtete Statistik. Nach meinen Erfahrungen, muss man kein Genie sein um diese zu meistern. Aber Übung, Einsatzbereitschaft und beständiges Mitdenken in Vorlesung und Tutorien ist schon notwendig.
  • Die Allgemeine Psychologie erforscht grundlegende psychische Funktionsbereiche, wie Lernen, Wahrnehmung, Denken, Aufmerksamkeit, Emotion, Motivation, usw.
  • Die biologische, bzw. physiologische Psychologie (ein ewiger Streitpunkt, welcher Begriff den nun der richtige ist, mittlerweile hat sich aber Biologische Psychologie durchgesetzt) ist dasjenige Teilgebiet der Psychologie, das zum Studium und zur Erklärung menschlichen Verhaltens und Erlebens einen
    (neuro-)biologischen Zugang wählt. Kurz: Neuronen, Nerven, Synapsen, usw. (sehr viel zu lernen)
  • Die Entwicklungspsychologie untersucht die psychische Wandlung des Menschen von der pränatalen Phase bis zum Tod. Gegenstandsbereiche sind z.B. Entwicklungsstufen des Menschen, Entwicklung der Wahrnehmung, der Psychomotorik, der kognitiven Kompetenzen, des Gedächtnisses, usw.
  • Die Sozialpsychologie erforscht die allgemeinen Gesetzmäßigkeiten menschlichen Verhaltens im sozialen Kontext.
  • Die Persönlichkeits- und Differenzielle Psychologie beschäftigt sich mit interindividuellen Unterschieden, mit überdauernden verhaltensrelevanten individuellen Besonderheiten des Menschen.
Hauptstudium

Im Hauptstudium sind die Unterschiede hinsichtlich des Lehrangebots und der Organisation des Studiengangs wesentlich größer als im Grundstudium. Je nach Universität kann zwischen diversen Schwerpunkten gewählt werden, wie z.B.
  • Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie
  • Verkehrspsychologie
  • Klinische Psychologie
Um nur einige der vielen Möglichkeiten zu nennen. Ergänzt wird das Studium durch Praktika in den einschlägigen Bereichen, Seminare und Tutorien.

Ende gut alles gut?

Wer Psychologie studiert, sollte vorher wissen auf was er sich einlässt. Das Grundstudium hat mit seiner intensiven methodischen Ausbildung einiges Frustrationspotential und die Gerüchte um die teuflische Statistik sind nicht immer übertrieben. Wer sich jedoch wirklich für die Materie des menschlichen Geistes interessiert, für Gedanken, Gefühle, Träume, Verhalten, eben alle Aspekte die uns zu dem machen, was wir sind, der ist hier genau richtig und wird auch jene methodischen Hürden meistern, für die das Grundstudium der Psychologie so berühmt ist.

Links

psychologie-studium.info - Portal rund um den Studiengang Psychologie



Dieser Text wurde uns freundlicherweise von Stefan Hackenberg zur Verfügung gestellt.
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