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Studiengang Urban Management

Stadtumbau im Netz

Die Universität Leipzig bietet ihren Studiengang "Urban Management" ab dem Wintersemester 2005 auch online an. Das Pilotprojekt entstand aus einer Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Stadtentwicklung und Bauwirtschaft und dem Lehrstuhl für Berufs- und Wirtschaftspädagogik. Mit dem in Deutschland einmaligen Angebot sollen vor allem Berufstätige und Menschen im Erziehungsurlaub angesprochen werden. Im Vergleich zum großen Bruder, dem bereits seit zwei Jahren bestehenden Präsenzstudiengang galt es einige Herausforderungen zu meistern: Die Module wurden in kleinere, geschlossene Lerneinheiten aufgeteilt, für die ständige Betreuung mussten Tutoren gefunden werden und die Lerninhalte mussten ‘internetfähig’ gemacht werden.

Heute stellt die Stadt und ihre Entwicklung andere Ansprüche als noch vor zwanzig Jahren. Durch das städtische Wachstum stand stets die Planung und Bebauung neuer Flächen im Vordergrund. Heutzutage kämpfen die meisten Städte gegen ihre demografische Schrumpfung- eine gleich bleibende Größe wird meist schon als Erfolg gewertet. Die Städte stehen oft vor der Frage, was mit Brachflächen getan werden kann und wie man mit neuen Wohnformen umgeht. Im neuen Onlinestudiengang geht es deshalb nicht nur um Planen und Bauen. Die über Internet vermittelten Module behandeln auch die Themen Umwelt, Recht, Wirtschaft, Infrastruktur und Gesellschaft. Dadurch können die unterschiedlichen Interessen
und Anforderungen des städtischen Lebensraumes beachtet und gebündelt werden.

Jeder Student bekommt für sein Studium ein Log-in, über das er Zugang zu einer interaktiven Lernplattform im Internet haben. Dort findet er verschiedene Räume, wie an einer ‘gewöhnlichen’ Universität auch. In den Vorlesungssälen werden die unterschiedlichen Module angeboten. Wie bei einer Bibliothek können auch im virtuellen Urban- Management- Campus Dokumente eingestellt und gelesen werden. In einem ‘Cafeteria- Bereich’ gibt es eine Pinwand, verschiedene Diskussionsforen und einen Chat.

Die Studenten haben durch das Angebot die Möglichkeit, in ihrem eigenen Tempo zeit- und ortsunabhängig zu lernen. Lediglich in den Präsenzveranstaltungen, rund einem Viertel des Studiums, gibt es feste Termine. Sie umfassen rund zehn Tage im Semester und sind wichtig, um sich gegenseitig kennen zu lernen, die Lerninhalte zu besprechen und die Prüfungsvorbereitungen zu unterstützen. Vor allem die sozialwissenschaftlichen und planerischen Fächer benötigen diese reale Diskussion. In Blockveranstaltungen und Workshops treffen sich deshalb Professoren und Studierende, um sich auszutauschen und gemeinsam offene Fragen zu klären. Doch auch während der Selbstlernphase sind die Lerner nicht auf sich allein gestellt. Um fachliche Schwierigkeiten, unausgereifte Lernstrategien oder einfach nur die Überforderung der Studenten zu vermeiden, werden sie durch Tutoren intensiv betreut. Diese Mischung aus Theorie und Praxis wird auch als Blended learning bezeichnet.

Der Direktor des Instituts für Stadtentwicklung und Bauwirtschaft, Prof. Johannes Ringel sieht in dem E-Learning-Angebot den ersten Schritt einer Studienmodernisierung. Als nächstes könnten mit anderen Hochschulen im In- und Ausland kooperative Studiengänge eingerichtet werden. Die besten Dozenten verschiedener Fächer würden dann einzelne Module unterrichten, die einzeln oder als Paket von Studierenden an den unterschiedlichsten Orten ‘belegt’ werden könnten. Ein Architekturstudent aus Berlin oder Paris hätte dann die Möglichkeit, sich für das Leipziger Modul ‘Stadtentwicklung’ (Prof. Ringel) zu entscheiden.

Führende Vertreter aus Wirtschaft und Verwaltung bilden den Beirat des Master of Science in ‘urban manager’, der bereits im November durch die Royal Institution of Chartered Surveyors akkreditiert wurde: Die ehemalige Bundestagspräsidentin Prof. Dr. Dr. hc. Mult. Rita Süssmuth ist ebenso vertreten wie der Beigeordnete für Stadtentwicklung und Bau der Stadt Leipzig Herr Dr. Engelbert Lütke Daldrup und der führende Stadtplaner in Deutschland Herr Prof. Albert Speer.

Der interdisziplinäre Lehransatz kann bereits auf erste Erfolge verweisen. Beispielsweise wurde eine Gruppe von Studierenden des Aufbaustudiengangs im Rahmen des gemeinsamen Wettbewerbs der Schader-Stiftung und des Werkbundes Baden-Württemberg ‘Schrumpfen als Chance? Stadt und Gesellschaft im Wandel’ als Preisträger ausgezeichnet.

Mit dem international anerkannten Abschluss des Masters können die Absolventen in kommunalen Verwaltungen, Regierungspräsidien, Aufbaubanken oder Unternehmensberatungen arbeiten. Als Zugangsvoraussetzung für den Master in ‘urban management’ wird ein mindestens sechssemestriges, abgeschlossenes (Fach-) Hochschulstudium erwartet. Praxiserfahrungen sind von Vorteil. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.uni-leipzig.de/mum und direkt beim Institut für Stadtentwicklung und Bauwirtschaft der Universität Leipzig. Ansprechpartner ist Herr Schaaf unter 0341-9733743.

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