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Regensburg – die nördlichste Stadt Italiens

Allgemeines

Regensburg Bild 1Eisdielen, Cafés, Bars, enge Gässchen - klar, das muss "la dolce vita" in Italien sein. Falsch. Diese Stadt, von der ich euch nun berichte, liegt in Deutschland. Genauer gesagt, in der Oberpfalz, im schönen Bayern. Und genau das ist es, was Regensburg so einzigartig macht: die Mischung aus italienischem Ambiente und bayrischem Lebensgefühl. Regensburg ist ein Studienort, dessen Altstadt für jedermann etwas bereit hält. Die Preise sind moderat, die Auswahl an Gaststätten und Bars ist enorm. Die Uni und das Klinikumsgelände sind leicht erreichbar. Mit dem Bus geht das ohne Probleme und wer’s gerne sportlich mag, der kann den "Uni-Berg" auch mit dem Fahrrad erklimmen. Und die Donau lädt immer zum Verweilen ein.

Die Unis

Geplant war eine Universität in Regensburg schon im 15. Jahrhundert, doch erst in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde dieser Plan verwirklicht. 1964 begannen die Bauarbeiten und letztes Jahr wurde dann das vierzigjährige Bestehen gefeiert.
Das Schöne an diesem im Vergleich zu anderen Universitäten doch sehr jungen Unigeländes ist, dass alles sehr leicht erreichbar ist, denn trotz der Größe kommt man zu Fuß leicht von Vorlesung zu Vorlesung. Mittelpunkt des Campus sind die "Kugel", das Kunstwerk der Uni und der "Uni-Italiener",
wo man sich sommers wie winters gerne mal mit einem leckeren Milchkaffee verwöhnen lässt. Ja, sogar hier auf dem Campus ist ein Hauch von Italien zu spüren. Die vielen Grünflächen und Caféterien der Institute laden zwischen den Vorlesung zu einem Päuschen mit Kommilitonen ein und das Sportzentrum ist auch nicht weit. Dort findet man nicht nur in der Vorlesungszeit ein großes Angebot, das von Aerobic über Rudern und Tai Chi so ziemlich alles bietet, was das Sportlerherz begehrt. Neben dem Unigelände befindet sich die FH von Regensburg, deren große Mensa den ausgepowerten Studenten die nötige Energie zurück gibt.

Kultur

Regensburg Bild 2Regensburg ist eine sehr geschichtsträchtige, aber dennoch moderne Stadt. Sie wurde schon während der Steinzeit besiedelt und von den Kelten das erste Mal unter dem Namen "Radasbona" erwähnt. Unter dem römischen Kaiser Marc Aurel wurde Regensburg das "Lager am Fluss Regen", Castra Regina. Daher stammt also der Name der Stadt und nicht, wie manche scherzhaft sagen, von hohen Niederschlagsmengen. Davon gibt es nämlich verhältnismäßig wenig. Im Herbst kann man zwar wegen des Nebels an der Donau gelegentlich kaum die Hand vor den Augen sehen, der Nebel kann aber unmöglich die schönsten Seiten der Stadt verdecken: Die "Steinerne Brücke" und den Dom zu St. Peter.
Die "Steinerne Brücke" wurde zwischen 1135 und 1146 erbaut und dient als frühmittelalterliches Bauwunder bis heute dem Handel an der Donau. Zusammen mit dem Dom ist die "Steinerne Brücke" auf fast jeder Ansichtskarte zu sehen. Wer sich den Dom gerne mal von innen betrachten möchte, kann dies sogar ab und zu im Fernsehen tun, da die berühmten "Regensburger Domspatzen" dort ihre Konzerte geben. Aber spätestens seit im September 2006 Papst Benedikt XVI., einst Theologieprofessor an der Regensburger Uni, seine alte Heimatstadt und Wirkungsstätte besucht hat, ist Regensburg bekannter denn je.

Wohnen

Wer Glück hat findet eine Wohnung in der Regensburger Altstadt. Diese Lage kann natürlich fast nicht mehr getoppt werden. Alle fünf Minuten fährt von dort ein Bus zur Uni und zu Fuß ist man gleich in diversen Einkaufszentren oder Supermärkten. Außerdem bieten die vielen Studentenwohnheime genügend Auswahl. Mitten in der Altstadt befinden sich z. B. der "Goldene Turm" oder direkt an der Steinernen Brücke der "Amberger Stadel", zwei der zentralsten und historischsten Studentenwohnungen in Regensburg. Aber auch neuere Bauten, wie das "Vitusheim", zehn Gehminuten von der Uni entfernt, bieten Platz und vor allem Gesellschaft. Aber auch wer außerhalb der Altstadt eine Wohnung findet ist trotzdem schnell in der Stadt oder an der Uni, da die Busverbindungen gut ausgebaut sind.

Freizeit

Regensburg Bild 3Obwohl Regensburg mit seinen knapp 160 000 Einwohner eine eher kleinere Stadt ist, gibt es hier eine beinahe unüberschaubares Angebot an Bars, Cafés und Gaststätten. Sowohl urbayrische Brauereien als auch der "Thailänder um die Ecke" sind in Regensburg angesiedelt - und so ist für jeden Geschmack etwas dabei. Regensburg ist nicht umsonst die "Stadt mit dem meisten Bars pro Einwohner". Da Regensburg aber vor allem eine Studentenstadt ist und dazu noch viel Kultur bietet, kommt es öfters vor, dass die altbekannten Studentenpartys in einem alten Braukeller stattfinden oder man sich auf der Wiese neben der historischen "Steinernen Brücke" auf nicht ganz legale Art und Weise zum Grillen verabredet. Im Sommer hat man dort das Gefühl, dass Italien gar nicht so weit weg sein kann, denn eines sind die Regensburger auf jeden Fall: gesellig. Und ob man sich jetzt am Lagerfeuer auf der "Jahninsel" an der Donau trifft oder in einem der zahlreichen Cafés bis spät in die Nacht in einen Teppich kuschelt, langweilig wird es einem auf keinen Fall.

Fazit

Regensburg ist eine Stadt, die eine Mischung aus Anonymität und Vertrautheit bietet, eine Stadt, in der sich Jung und Alt treffen und in der Geschichte auf Trends trifft. Bevor ich mein Studium in Regensburg begonnen habe, kannte ich diese Stadt fern der Heimat nicht einmal vom Hörensagen. Aber seit ich hier lebe, kommen immer mehr Leute auf mich zu, sei es meine längst verschollen geglaubte Cousine, die mittlerweile im Regensburger Raum Familie gegründet hat, sei es mein Arzt, der es sich nicht nehmen lässt, seine Verwandten in Regensburg mindestens einmal im Jahr zu besuchen, oder einfach Leute, die Regensburg schätzen und lieben gelernt haben - genau wie ich. Der Platz hier wird nicht ausreichen, um alles zu beschreiben; deswegen solltet ihr Regensburg einfach mal real auf euch wirken lassen. Vielleicht sieht man sich ja mal in der "nördlichsten Stadt Italiens" bei einem Kaffee.


Dieser Text wurde uns freundlicherweise von Désirée Imbery zur Verfügung gestellt
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